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Das App-Zeitalter im Wandel – Immer mehr Smartphone-Nutzer verlieren das Interesse

Da sich ältere Nutzer weniger für Apps interessieren, interessieren sich die Entwickler auch weniger für die älteren Nutzer.
Da sich ältere Nutzer weniger für Apps interessieren, interessieren sich die Entwickler auch weniger für die älteren Nutzer.
Foto: Apple press / Apple
Mehr als die Hälfte der amerikanischen Smartphone-Nutzer downloaden keine neuen Apps mehr, was dazu führt, dass die Entwickler sich mehr auf ihre Stammkunden konzentrieren: Teenies.

Neun Jahre nachdem Apple mit dem App Store das „App-Zeitalter“ einläutete, scheinen nun neue Zeiten anzubrechen. Laut einer Studie des Webanalyse-Unternehmens comScore laden 51 Prozent der US-Smartphone-Nutzer keine Apps herunter. Damit hat der Anteil der App-Verweigerer um zwei Prozentpunkte zugenommen im Vergleich zum Vorjahr.

Die Zahlen verwundern angesichts der Rekordumsätze von Google und Apple. So verzeichnete Apple allein mit dem App Store im ersten Halbjahr 2017 rund 4,9 Milliarden US-Dollar Umsatz - mehr als Apple im gesamten Geschäftsjahr 2007 verdienen konnte.

Junge App-Nutzer als Geldquelle

Hier erweisen sich vor allem die 18- bis 34-jährigen Kunden als Umsatztreiber. Während zumindest 64 Prozent dieser Altersgruppe eine oder mehrere Apps gekauft haben (19 Prozent sogar zwölf Apps oder mehr), sind es bei den 35- bis 54-Jährigen nur 34 Prozent und bei den Über-55-Jährigen gar nur 20 Prozent. Auch die Verteilung bei In-App-Käufen (70/42/28 Prozent) sieht ähnlich aus.

Die Top 10 werden unterdessen von Google und Facebook dominiert, die acht der zehn Apps stellen (Facebook vor YouTube und Facebook Messenger). Lediglich Snapchat sowie die Musikstreaming-App Pandora finden sich ebenfalls unter den meistverbreiteten Apps.

Entwickler wenden sich von Senioren ab

Die Daten dürften zuletzt gestarteten Bemühungen, mehr Apps für ältere Smartphone-Nutzer zu entwickeln, etwas entmutigen. Diese könnten App-Entwickler dazu bringen, vorrangig nur Apps für junge Nutzer zu entwickeln, da diese Apps am stärksten nutzen und offenbar eher gewillt sind, Neues auszuprobieren.

Der Bericht macht zudem deutlich, dass Smartphones mittlerweile quer durch alle Altersgruppen die bevorzugte Plattform sind. 50 Prozent der Zeit mit digitalen Medien wird für Smartphone-Apps genutzt, 34 Prozent für den Desktop. Tablet-Apps spielen mit sieben Prozent lediglich eine vergleichsweise kleine Rolle.

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