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Deshalb findet man bei iOS-Geräten keinen extra Viren-Schutz

Im App Store findet man vieles. Nur nach guten Anti-Viren-Apps kann man lange suchen.
Im App Store findet man vieles. Nur nach guten Anti-Viren-Apps kann man lange suchen.
Foto: Pixabay|Pexels
Diverse Anti-Viren-Apps für Apple-Geräte können ihre Versprechen nicht halten. Doch woran liegt das?

Apple erlaubt in seinem App-Store keine wirklichen Anti-Virus-Apps. Die Begründung: Die mobile Plattform von Apple sei „vom Kern auf“ sicher und es wäre daher gar nicht notwendig, eine Anti-Viren-Lösung zu installieren.

Maßnahmen und Ausweichmöglichkeiten

Was erstmal ein wenig arrogant klingt, hat durchaus seine Berechtigung. Das Betriebssystem iOS ist wirklich ziemlich sicher. Apps können nur in Sandboxes ausgeführt werden, also in einem isolierten Bereich, durch den keine Maßnahme Auswirkung auf die äußere Umgebung hat. Malware-Apps können daher nichts stehlen oder das System verändern, was den Betrieb von Apps in iOS erstmal ziemlich sicher macht.

Dazu kommt, dass man auf iOS nur Apps aus dem offiziellen App Store runterladen kann, es sei denn man verwendet ein Firmen-Gerät, das über ein Mobile Device Management (MDM)-System gesteuert wird. Über MDM-Lösungen können aus der Ferne Apps, die nicht aus dem App-Store stammen, installiert und deinstalliert werden.

Internet Security Apps

iOS-Apps, die sich „Internet Security Apps“ nennen, seien keine echten Anti-Virus-Apps, schreibt der Sicherheitssoftwarehersteller Kaspersky in einem Blogeintrag. Daher bekämen diese auch häufig schlechte Bewertungen von Usern, weil sie vor allem Anti-Virus-Funktionalität erwarten würden. „Fake“ seien die Apps trotzdem keine, denn abseits vom Viren-Schutz gibt es weitere Sicherheitsmaßnahmen, die durchaus sinnvoll sein können wie etwa Antitracking-Module, VPN-Netzwerke, Kinderschutz, Passwortmanager, Werbeblocker, Anti-Diebstahl-Funktionalität oder andere Kombinationen.

Kaspersky selbst hat sich allerdings dazu entschieden, keine Anti-Virus-App für iOS ins Programm aufzunehmen. Die „Security Cloud for iOS“ funktioniere aber sehr wohl und beinhalte etwa ein eingebautes VPN sowie Passwort-Manager. Sicherheit alleine höre nämlich nicht bei „Anti-Virus“ auf, betonte Kaspersky.

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