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Mutter warnte Apple wegen FaceTime – und forderte Gratis-iPhone für Sohn

Von dem FaceTime-Bug wollte ein Junge Apple schon vor einer Woche berichten. Vergeblich.
Von dem FaceTime-Bug wollte ein Junge Apple schon vor einer Woche berichten. Vergeblich.
Foto: APA/AFP/VINCENZO PINTO
Nutzt du FaceTime wurdest du unwissentlich ausspioniert. Das wusste ein 14-Jähriger bereits vor Apple. Er und seine Mutter forderten eine Belohnung – wurden aber nicht erhört.

Der FaceTime-Bug ist der jüngste Fehler von Apple. Anrufer konnten mit dem Dienst abgehört werden. Das hatte ein 14-jähriger Junge bereits vor einer Woche herausgefunden. Er versuchte bei Apple Alarm zu schlagen. Erfolglos. Ob das auch daran lag, dass seine Mutter als Belohnung für die Entdeckung ihres Sohnes etwas zu viel forderte?

FaceTime-Bug: Hätte Apple doch auf einen Jungen gehört

Apple hat die Funktion für Gruppenanrufe in seinem Telefoniedienst FaceTime deaktiviert, nachdem bekannt wurde, dass man darüber andere Nutzer unter Umständen belauschen konnte. Durch den Softwarefehler konnte ein Anrufer dem Angerufenen zuhören, noch bevor dieser den Anruf annahm.

Jetzt ist bekannt geworden, dass Apple früher von dem Bug hätte erfahren können. Wie das Wall Street Journal berichtet, habe ein 14-jähriger Junge namens Grant den Software-Fehler bereits am 20. Januar entdeckt und Apple darüber informieren wollen.

Leider erfolglos. Per Facebook und Twitter versuchten er und seine Mutter Apple zu erreichen. Als das keinen Erfolg brachte, riefen sie an und schickten ein Fax. Allerdings ist es so, dass auf Bugs offiziell nur hinweisen kann, wer ein Entwicklerkonto hat. Immerhin konnten sie E-Mail-Kontakt zu Apples Security-Team herstellen, fühlten sich aber dem Bericht zufolge nicht ernstgenommen.

War die Mutter Schuld?

Man mag Apple vorwerfen, nicht rechtzeitig den Ernst der Lage erkannt zu haben. Allerdings war wohl auch die Art und Weise, wie die Mutter den Konzern kontaktierte, fragwürdig. In einem mittlerweile gelöschten Facebook-Post forderte sie für ihren Sohn ein iPhone X, MacBook und AirPods als Belohnung für die Entdeckung des Bugs.

FaceTime-Bug: Was war das los?

FaceTime-Nutzer mussten erfahren, dass sie ausspioniert werden konnten. Wie in der Nacht zum Dienstag bekannt geworden war, war es möglich, andere Teilnehmer eines Anrufs zu hören, obwohl diese den Anruf noch gar nicht angenommen hatten. Apple erklärte, der Fehler sei gefunden worden und werde in den kommenden Tagen per Software-Update behoben.

Gruppenanrufe wurden nun komplett abgeschaltet, wie aus Apples Systemstatus-Seite hervorgeht. Für Apple ist es eine schmerzhafte Panne, denn der iPhone-Konzern wirbt gerade mit der Komplett-Verschlüsselung und Sicherheit seiner Dienste.

Der Technologieblog 9to5Mac stellte fest, dass das Telefon des Angerufenen auch ohne Warnung auf Videotelefonie umschalten konnte – wenn er statt der Annahme des Anrufs den Aus-Knopf drückte. Die Funktion für Gruppenanrufe, bei denen bis zu 32 Nutzer hinzugefügt werden können, wurde erst vor wenigen Monaten hinzugefügt.

Über Facetime Kontakte auslesen

Erst vor einigen Wochen wurde in Apples iOS eine Schwachstelle bekannt, die es ermöglichte, Kontakte auszulesen, obwohl das iPhone gesperrt war. Neben Siri und dem Flugmodus führte der Angriffsweg auch hier über Apples Messenger-App Facetime.

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