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Suspendiert: So bestraft Spotify Nutzer für ihre Werbeblocker

Foto: Pixabay
Spotifys neue Nutzungsbedingungen sind da und bringen eine wesentliche Neuerung mit sich: Der Streamingdienst sagt deinen Ad-Blockern jetzt den Kampf an.

Werbeblocker sind ein nützliches Tool, um unliebsame Anzeigen loszuwerden. Häufig ermöglichen sie außerdem die Störung der Tracker, auf die viele Seiten zurückgreifen, um dein Nutzungsverhalten nachzuvollziehen. Doch aufgepasst: Spotify verbannt Werbeblocker mit seinen neuen Nutzungsbedingungen für die USA, Großbritannien und weitere Länder. Geben die Nutzer nicht Acht, müssen sie mit den Konsequenzen rechnen.

Spotify verbannt Werbeblocker

Der Streamingdienst Spotify setzt sich bereits seit geraumer Zeit gegen die Ad-Blocker ein, denn sie stören das Geschäft. Ebenso wie Netflix und ähnliche Anbieter verfügt auch der schwedische Dienst über ein herkömmliches Abo-Modell (auch wenn es eine kostenlos Version gibt). Dabei ist das Unternehmen jedoch wie viele andere auf die Werbeerträge angewiesen, die durch Ad-Blocker teils massiv verringert werden.

Video: Was ist neu für Spotify-Premium-Kunden?

Dem britischen Fachmagazin DigDay gegenüber erklärte ein Sprecher, das Unternehmen verfüge bereits über "zahlreiche Erkennungsmaßnahmen, um den Gebrauch des Dienstes zu überwachen, solche Aktivitäten [künstliche Manipulationen der Streaming-Aktivität] zu erkennen, zu untersuchen und mit ihnen umzugehen". Im Klartext bedeutet das: Wenn du einen Werbeblocker nutzt, weiß Spotify Bescheid.

Im Rahmen der neuen Nutzungsbedingungen geht man nun noch einen Schritt weiter. Hier erklärt der Streaminganbieter, dass das "Umgehen oder Blockieren von Werbung im Spotify-Service oder Erstellen oder Verteilen von Tools zum Blockieren von Werbung im Spotify-Service" zu einer unmittelbaren Suspendierung oder sogar Löschung des Kontos führen könne. Deutschland ist derzeit allerdings noch nicht von der neuen Regelung betroffen.

Gegen modifizierte Apps und Konten

Bereits im vergangenen März wandte sich Spotify an seine rund zwei Millionen Nutzer, die modifizierte Apps oder Accounts nutzten, um werbe- und kostenfrei Musik streamen zu können. Dies geschah zunächst in Form von E-Mails, in denen das Unternehmen diese zwei Prozent der Community vor dem weiteren Gebrauch warnte und sie anschließend suspendierte.

Mit Hilfe der neuen Bedingungen, die am 01. März 2019 in Kraft treten, kann Spotify entsprechende Accounts auch ohne Vorwarnung und dauerhaft löschen. Immerhin gibt es noch die Möglichkeit Spotify gratis zu nutzen. Du gehörst zu den 98 Prozent, die sich in Sachen Werbeblocker bei Spotify nichts zu Schulden kommen lassen haben und bist ein riesiger Podcast-Fan? Dann rockt Spotify ab jetzt deine Welt.

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