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Ätsch! Diese Android-Apps senden deine Daten weiter automatisch an Facebook

Vorsicht! Diese Apps teilen heimlich deine Daten mit Facebook

Ohne deine Zustimmung teilen unter anderem Gesundheits-Apps sensible Informationen mit Facebook – auch, wenn du dort keinen Account besitzt.
Mo, 25.02.2019, 17.40 Uhr

Vorsicht! Diese Apps teilen heimlich deine Daten mit Facebook

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Eigentlich sollten beliebte Apps wie Yelp, Duolingo und Co. es unterlassen haben, deine Daten einfach so an Facebook weiterzugeben. Tja, einige haben das nicht getan.

Der Datenschutz der Nutzer ist bei Facebook auch weiterhin ein großes Thema. Denn im Nachtest zeigt sich: Trotz der Versprechen des Social Media-Konzerns für mehr Transparenz senden millionenfach verbreitete Android-Apps noch immer Daten an ihn – ungefragt. Einen Lichtblick gibt es immerhin.

Facebook zapft weiter deine Daten in Apps ab

Die britische Datenschutzorganisation Privacy International (PI) hat enthüllt, dass eine Reihe von Apps noch immer deine Daten automatisch an Facebook senden – egal, ob du als Nutzer dem zugestimmt hast oder nicht. Die Übertragung finde direkt nach dem Öffnen der mobilen Anwendungen statt, wie das Unternehmen berichtet.

Das hatte bereits im Dezember herausgefunden, dass über 60 Prozent der untersuchten 34 Android-Apps mit zwischen 10 und 500 Millionen Downloads Daten ungefragt an Facebook weitergaben, ob der Nutzer nun über einen Facebook-Account verfügte oder nicht. Darunter waren bekannte Anwendungen wie Shazam, Skyscanner, Yelp und Spotify.

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Einige der großen Reise-Apps wie Expedia können dir derzeit das Leben schwer machen. Denn womöglich ziehen sie sich von deinem iPhone sensible Informationen.
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Das sei wegen der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Europa aber nicht zulässig. Die Folge: Zwei Drittel der 21 intransparenten Apps haben die kritisierte Datenweitergabe an Facebook eingestellt. Das bedeutet allerdings, dass immer noch sieben Apps im jetzigen Nachtest durchgefallen sind.

Diese Apps senden automatisch deine Daten an Facebook

Zu den Apps, die die Weitergabe unverändert betreiben, gehören:

  • Yelp
  • Duolingo
  • Indeed
  • eine Bibel-App sowie zwei muslimische Gebets-Apps

ZDNet zufolge habe Duolingo mittlerweile versprochen, die Praxis in Android sowie iOS einzustellen.

EU: Beschäftigt euch mit App-Tracking

PI habe sich dem Bericht zufolge nun an europäische Datenschutzbehörden gewandt und sie aufgefordert, sich mit dem App-Tracking durch Dritte auseinanderzusetzen. Im Falle der Datenweitergabe wie oben beschrieben war es ein sogenanntes Software Development Kit (SDK) von Facebook, das die App-Betreiber nutzten, um die Nutzer zu tracken. Es sei aber nur eines von vielen Beispielen für in Apps eingesetzte Tracker.

Die Erkenntnisse sind nur die Fortsetzung einer Reihe von Enthüllungen um die Praktiken von Facebook im Umgang mit seinen Nutzerdaten. Mit dem Skandal um die Kooperation mit Cambridge Analytica hatte die öffentliche Debatte ihren Anfang genommen. Im Februar hatte das Wall Street Journal außerdem herausgefunden, dass Gesundheits-Apps auch ohne einen Facebook-Account Daten an Facebook senden. Auch der iPhone-Screen war von Apps hart ausspioniert worden. Wie du Spionage-Apps erkennst, erfährst du hier.

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