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Retter in der Not: So rüstest du dein Smartphone für den Ernstfall

Retter in der Not: So rüstest du dein Smartphone für den Ernstfall

Soziale Medien, Telefonate und so weiter lenken gerne von den eigentlichen Fähigkeiten deines Smartphones ab. Es kann nämlich dein Leben retten.
Mi, 17.04.2019, 15.57 Uhr

Retter in der Not: So rüstest du dein Smartphone für den Ernstfall

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Soziale Medien, Telefonate und so weiter lenken gerne von den eigentlichen Fähigkeiten deines Smartphones ab. Es kann nämlich dein Leben retten.

Das Smartphone ist heute für die meisten Menschen ein ständiger Begleiter. Das Gerät ist nicht nur zur Kommunikation, Arbeit und Unterhaltung gut, sondern weiß auch permanent, wo man ist. Das finden manche Menschen aus berechtigten Gründen vielleicht unangenehm. Dieser Umstand kann im Extremfall aber sogar Leben retten.

Rüste dein Handy für den Notfall

Besonders dann, wenn man in abgelegenen Gebieten unterwegs ist und etwa Sport macht, können rasch und von Dritten unbemerkt Unfälle passieren. Ein entsprechend vorbereitetes Handy kann unkompliziert zur verunglückten Person führen. Wenn man selbst noch dazu in der Lage ist, könnte man mit den richtigen Vorkehrungen auch einfach Hilfe holen.

Eine der einfachsten Möglichkeiten, seinen Standort im Notfall weiterzugeben, kommt von Google selbst. Die entsprechende App heißt "Vertrauenswürdige Kontakte" und ist für Android und iOS verfügbar. Das Grundprinzip ist simpel: Man hinterlegt eine Liste an Kontakten, die den eigenen Aufenthaltsort erfragen dürfen. Dazu muss man selbst einen Google-Account besitzen, die anderen Personen gleichermaßen.

Wende dich an "Vertrauenswürdige Kontakte"

Wahlweise kann man bestimmen, ob sie den Ort sofort erfahren oder ob es eine Zeitverzögerung gibt. Wurde eine Verzögerung eingestellt, bekommt man bei einer Standortabfrage eine Benachrichtigung auf sein Handy. Diese kann man akzeptieren oder ablehnen. Reagiert man eine bestimmte Zeit nicht, wird der Aufenthaltsort automatisch geteilt.

  • Öffne "Vertrauenswürdige Kontakte" auf deinem Smartphone.
  • „Kontakt hinzufügen“ auswählen
  • Alle Kontakte brauchen ein Google-Konto
  • Einstellungen öffnen
  • Sicherstellen, dass die App über die Berechtigung verfügt, den Standort abzufragen
  • Das Zeitlimit für Standortabfragen einstellen

Wenn man sich in Gefahr befindet und seinen Standort schnell weitergeben möchte, kann man das auch manuell über die App erledigen. Über eine Alarm-Funktion werden dann wahlweise alle oder nur ausgewählte Kontakte informiert.

Auch im Notfall ein Punkt auf der Landkarte

Das Handy hat mehrere Möglichkeiten, den Aufenthaltsort zu bestimmen. Besonders im Freien ist die naheliegendste Möglichkeit der in den meisten Handys integrierte GPS-Empfänger. Hat man keinen GPS-Empfang (etwa in Innenräumen), kann das Handy über WLAN-Netzwerke oder Mobilfunkmasten in der Nähe den Ort bestimmen. In der Praxis ist es meist eine Kombination aus mehreren Techniken, die bis auf wenige Meter genau ist.

Video: Android GPS kalibrieren

Auch Apple bietet mit "Mein iPhone suchen" eine ähnliche App an, die allerdings den Geräten des US-Herstellers vorbehalten ist. Obwohl sich der App-Name explizit auf iPhones bezieht, können damit alle vernetzte Apple-Geräte, beispielsweise MacBooks und iPads, geortet werden. Mehrere Drittanbieter, beispielsweise Glympse und Life360, bieten ebenso ihre Dienste kostenlos an.

Aus Datenschutzgründen sollte man aber Vorsicht walten lassen. Der App-Betreiber hätte stets Zugriff auf den eigenen Standort – eine Information, die von Dritten leicht missbraucht werden könnte. Das sollte man auch bei den Diensten von Apple und Google im Hinterkopf behalten.

Rettung durch Sperrbildschirm

Hilfreich kann es außerdem sein, eine Notfall-Kontaktinformation auf seinem Handy-Sperrbildschirm anzuzeigen. So können Dritte direkt über das Handy ablesen, wen sie kontaktieren müssen. Unter Apples iOS findet sich eine entsprechende Option in der Gesundheits-App.

  • Auf iPhones kann man die entsprechende Information in der App "Health" ergänzen.
  • Der entsprechende Punkt heißt "Notfallpass".
  • Dort können persönliche Informationen, Krankheiten, Gewicht oder eben Notfallkontakte eingeben.
  • Auf dem Sperrbildschirm kann man die entsprechenden Informationen dann über einen Punkt links unten aufrufen.

Unter Android hängt es vom Hersteller ab, wie der Notfallmodus auf dem Sperrbildschirm funktioniert. Auf Samsung-Smartphones findet sich die entsprechende Option etwa in den Kontakten. Dort muss man seinen Namen antippen und kommt dann auf seine Profilansicht. Ganz unten finden sich die Optionen "Notfallkontakte". Dort kann man auch medizinische Informationen hinzufügen. Übrigens: Mit der SOS-Funktion kannst du heimlich Notrufe absetzen.

Dieser Artikel erschien zuerst bei futurezone.at.

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