Die Kreditkartenzahlung samt langer Nummerneingabe oder zeitaufwendiges Lastschriftverfahren sind von gestern. Heute nutzt man mobile Bezahldienste wie PayPal. Du hattest in der Vergangenheit Probleme mit einer Sicherheitslücke oder Phishing-Mails des Anbieters? Dann ist ein gewünschter Wechsel verständlich. Wir empfehlen dir diese fünf PayPal-Alternativen.

5 nennenswerte PayPal-Alternativen

Dem Statistik-Portal Statista zufolge nutzten 2018 rund 34 Prozent der befragten Online-Käufer in Deutschland bei Online-Bestellungen am liebsten den Payment-Dienst PayPal oder ähnliche Anbieter. Beim Kauf von digitalen Inhalten sind es laut Statista 67 Prozent. Digitale Bezahlsysteme werden also immer beliebter. Diese Anbieter neben PayPal haben durchaus ihre Vorteile.

#1 Apple Pay

Der mobile Zahlservice ist nun auch in Deutschland angekommen – und immer mehr Banken machen bei Apple Pay mit. Der Dienst unterstützt neben dem Wallet fürs iPhone auch die Bezahlung von Käufen innerhalb von Apps und Onlineshops.

Gebühren:

  • Der Service ist kostenlos, funktioniert aber nur mit einem iOS-Gerät.
  • Pro Transaktion behält Apple 0,15 Prozent des Geldbetrags von Händlern ein.

Einschränkungen:

  • Die PayPal-Alternative ist auf Apple-Produkte beschränkt.
  • Außerdem kannst du noch nicht bei allen Apps damit bezahlen. Mit dabei sind etwa Airbnb, Uber, Groupon oder Starbucks.

So kannst du Apple Pay einrichten .

#2 Google Pay

Über Google Pay kannst du online bezahlen. Dafür musst du einmalig deine Kreditkarte hinterlegen. Funktionstechnisch ist der Service ähnlich wie Apple Pay. Allerdings kannst du sogar dein PayPal-Konto damit verknüpfen (obwohl Gerüchte kursieren, dass die Kooperation bald aufgehoben werden könnte).

Gebühren:

  • Bisher ist Google für dich und auch für die teilnehmenden Händler kostenlos.

Keine Einschränkungen:

  • Durch die Verknüpfung mit PayPal können Nutzer unabhängig von teilnehmenden Banken bezahlen, wodurch die Einschränkung geringer ist als bei anderen PayPal-Alternativen.
  • Auch Apple-Nutzer können den Service bis dato nutzen.

So kannst du Google Pay installieren.

#3 Amazon Pay

Amazon-Pay funktioniert simpel: Nutzer können Geld senden und empfangen sowie in teilnehmenden Onlineshops bezahlen. Dafür verwenden sie die im Amazon-Konto bereits hinterlegten Zahlungsinformationen.

Gebühren:

  • Für dich ist der Bezahlservice kostenlos.
  • Lediglich die teilnehmenden Händler müssen blechen und zwar 1,9 Prozent zuzüglich 35 Cent auf den Warenwert.

Einschränkungen:

  • Der Dienst ist auf die rund 150 teilnehmenden Händler und Amazon selbst begrenzt.
  • Dabei sind unter anderem Karstadt, SportScheck oder taxi.eu.

#4 Paydirekt

Dieser Service gehört zur deutschen Kreditwirtschaft und ist das Online-Bezahlverfahren der deutschen Banken und Sparkassen. Du kannst den Dienst über das Online-Banking freischalten und daraufhin in rund 10.000 Onlineshops benutzen. Wie auch PayPal sichert dich Paydirekt mit einem Käuferschutz ab. Deine bei der Bank erfassten Zahlungsinformationen reichen aus, um den Dienst zu nutzen und du musst nichts manuell eingeben.

Gebühren:

  • Für dich ist die PayPal-Alternative kostenlos.
  • Die Gebühren werden vom Händler getragen, der diese mit den teilnehmenden Banken ausmachen muss.

Einschränkungen:

  • Du kannst die Dienstleistung nur nutzen, wenn du Kunde einer beteiligten Bank bist. Mit dabei sind etwa die Volksbank Raiffeisenbank, Sparkasse, Targo Bank, Commerzbank, Postbank oder Hypovereinsbank. Sparkassenkunden können aber auch bald zu Apple Pay abwandern.
  • Paydirekt funktioniert in rund 10.000 Onlineshops.

#5 Masterpass

Der Payment-Dienst Masterpass ist eine nahezu gleichwertige PayPal-Alternative. Nutzer mit einer beliebigen Kreditkarte von Mastercard, Visa oder American Express können damit bezahlen.

Masterpass speichert deine Zahlungsinformationen und persönliche Daten zur Nutzung ab und stellt sie bei Bedarf schnell zum Bezahlen zur Verfügung. Mit der E-Mail-Adresse und einem Password (genau wie bei PayPal) kannst du damit online Zahlungen durchführen.

Gebühren:

  • Der Service ist kostenlos.

Einschränkungen:

  • Das große Aber: Der Service ist bisher nur bei rund 600 deutschen Anbietern verfügbar. Dazu gehören notebooksbilliger.de, Saturn oder Galeria Kaufhof.

Fazit: Es gibt hochwertige Alternativen, allerdings mit Bedingungen

In einem Punkt können die PayPal-Alternativen dem „Original“ nicht das Wasser reichen: Das enorm große Angebot an Millionen von teilnehmenden Onlinehändlern und die Freiheit darüber, welches Bankkonto oder welche Kreditkarte im System hinterlegt werden kann.

Dennoch schadet es nicht, sich PayPal-Alternativen anzuschauen, denn Polizei und Verbraucherschutz warnten erst kürzlich vor PayPal-Phishing. Wenn du bei eBay einkaufst, sei außerdem besondere Vorsicht mit PayPal-Zahlungen geboten.

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