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So gefährlich ist WhatsApp: Diese 5 Lücken machen dich absolut angreifbar

Achtung, WhatsApp-Sicherheitslücken gibt es mehr als dir vielleicht bewusst sind.
Achtung, WhatsApp-Sicherheitslücken gibt es mehr als dir vielleicht bewusst sind.
Foto: imago images/Westend61
WhatsApp ist beliebt, aber leider auch nicht sicher. Zumindest wenn es um deine Privatsphäre und Daten geht, ist der Messenger eigentlich nicht zu empfehlen.

Fast alle von uns nutzen wahrscheinlich WhatsApp, die einen mehr, die anderen weniger. Experten warnen allerdings regelmäßig vor WhatsApp-Sicherheitslücken, die dich und deine Privatsphäre bloßstellen können. Dabei geht es allerdings nicht nur um die Nähe zu Facebook, die Intransparenz und Schwachstellen mit sich bringt. Auch an anderen Stellen, die du nicht vermutest, drohen dir Risiken.

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WhatsApp-Sicherheitslücke: Der Messenger ist mit Vorsicht zu genießen

Schon vor einem Jahr hat die Electronic Frontier Foundation (EFF) verschiedene Messenger explizit unter die Lupe genommen. Wegen manch einer WhatsApp-Sicherheitslücke konnte der Nachrichtendienst trotz einiger seiner Vorteile, wie der nutzerfreundlichen Bedienung, von den Experten nicht empfohlen werden.

Es gibt bereits einige offensichtliche Gründe, WhatsApp nicht zu nutzen. Leider hat der Messenger aber weitere Schwachstellen, die dir vielleicht noch gar nicht aufgefallen sind.

WhatsApp-Sicherheitslücke #1: Browser-Version ist unsicher

Wenn wir von WhatsApp-Sicherheitslücken reden, geht es nicht zwingend nur um den Messenger auf deinem Handy. Nutzt du nämlich WhatsApp Web am PC, kannst du dich genauso bestimmten Risiken aussetzen.

Schon mehrfach entdeckten Sicherheitsexperten Schwachstellen in den browserbasierten Versionen von Messengern, wie Telegram. Und auch WhatsApp Web offenbarte kritische Sicherheitslücken, die Hackern unter anderem erlaubten, laufende Chats zu kontrollieren, die Nachrichten ihrer Opfer zu lesen oder deren Adressbücher zu durchforsten.

Zwar sind solche WhatsApp-Sicherheitslücken schnell wieder geschlossen, allerdings ist das keine Garantie dafür, dass nicht neue gefunden und ausgenutzt werden.

WhatsApp-Sicherheitslücke #2: Ein Rufnummerwechsel kann gefährlich sein

Schon 2014 fand der Stern heraus, dass das Wechseln der Rufnummer bei WhatsApp zu Einblicken in die Daten anderer führen kann, wenn diese noch mit dem Vorbesitzer verknüpft sind. Dass das Problem noch lange nicht beseitigt ist, zeigt ein aktueller Fall aus diesem Jahr. Dabei konnte eine Frau aus Seattle die WhatsApp-Chats eines Fremden mitverfolgen.

WhatsApp-Sicherheitslücke #3: Achtung bei Telefonaten

Angeblich soll Forschern zufolge das Telefonieren via WhatsApp Risiken bergen. Zwar würden keine konkreten Inhalte aufgezeichnet, allerdings sollen Metadateien gespeichert werden. Dadurch weiß WhatsApp zumindest immer genau wann du mit wem gesprochen hast.

WhatsApp-Sicherheitslücke #4: Die Verschlüsselung kann umgangen werden

Auch wenn WhatsApp Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nutzt, um deine Nachrichten vor Dritten geheim zu halten, ist das System nicht unfehlbar. Die EFF spricht zumindest davon, dass Einstellungen wie automatische Backups in der Cloud dafür sorgen können, dass deine Nachrichten unverschlüsselt gespeichert werden.

Auch Daten wie Telefonnummern, Standorte und Zugriffe auf Kamera, Mikrofon etc. werden zum Teil in Klartext an WhatsApp-Server geschickt. Für Dritte ist der Zugang so definitiv möglich.

WhatsApp-Sicherheitslücke #5: Kettenbriefe und Malware

Du kennst das Problem sicherlich: Kettenbriefe oder sogar Malware, die dir als WhatsApp-Nachricht zugegangen sind. Wer auf Texte wie "Dein WhatsApp-Abo läuft ab — jetzt hier klicken" hereinfällt, hat leider einfach Pech gehabt. Passieren kann es jedem, ärgerlich ist es umso mehr. Denn die Angreifer hinter solchen Betrügereien locken dich so in teure Fallen oder verseuchen dein Gerät mit einem Virus, das weiteren Schaden anrichtet.

Fazit: Bequemlichkeit hat ihren Preis

So praktisch der von Facebook geschluckte Messenger ist, WhatsApps Sicherheitslücken solltest du nicht unterschätzen. Sie lauern nicht nur in der App auf deinem Handy, sondern auch in der Browser-Version. Damit bist du im schlimmsten Fall universell angreifbar. Und noch schlimmer: Wirst du gehackt, sind auch deine WhatsApp-Kontakte nicht sicher. Überleg dir also gut, ob du nicht lieber auf eine der bestehenden WhatsApp-Alternativen zurückgreifen willst.

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