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WhatsApp will härter durchgreifen: Schluss mit Massennachrichten?

Mi, 19.06.2019, 10.02 Uhr

WhatsApp Survival-Guide: Alle WhatsApp Tricks auf einen Blick

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WhatsApp spricht sich gegen die Funktion der Massennachrichten aus. Der Messenger-Dienst will seine User vor Missbrauch des Features schützen.

Bei unzulässigem Massenversand von Nachrichten will WhatsApp in Zukunft juristisch gegen die Anbieter vorgehen. Das Feature der Massenachrichten in WhatsApp soll nicht mehr zweckentfremdet werden. Daher hat der Messenger-Dienst hierzu die FAQs angepasst.

Massennachrichten in WhatsApp: Das ändert sich

Ab dem 07. Dezember 2019 soll die Neuerung für WhatsApps Massennachrichten eingeführt werden. Es werden rechtliche Schritte gegen diejenigen eingeleitet, bei denen festgestellt wird, dass sie beispielsweise mit automatisierten Nachrichten, Massennachrichten oder einer nicht personenbezogenen Verwendung gegen unsere Nutzungsbedingungen verstoßen oder andere Personen bei diesem Missbrauch unterstützen, betont der Messenger-Dienst in seinen FAQ.

Das betreffe auch die WhatsApp Business App und die WhatsApp Business API. Sie seien "nicht für den Massenversand oder den automatisierten Nachrichtenaustausch bestimmt".

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Missbrauch durch Massenversand vermeiden

In Indien sollte das Feature der Massennachrichten in WhatsApp für die Parlamentswahlen genutzt werden und damit Restriktionen umgangen werden, wie Golem berichtet. Mithilfe von Apps und anderen Tools soll der automatisierte Versand zweckentfremdet werden. Zu Beginn von 2019 hat WhatsApp die Weiterleitung von Nachrichten auf fünf Kontakte beschränkt, um einen solchen Missbrauch zu vermeiden.

Von den Restrinktionen waren auch deutsche Anbieter betroffen. Nach eigenen Angaben habe der Messenger-Dienst bereits "Millionen von missbräuchlichen Accounts gefunden". Es wurde verhindert, dass sie den Service weiter nutzen.

So erkennt WhatsApp den Missbrauch

Die Nachrichten de WhatsApp-User sind verschlüsselt, daher ist die Spam-Bekämpfung etwas schwieriger. Jetzt wird das Nutzerverhalten analysiert. Werden kurz nach der Anmeldung zu viele Nachrichten versendet und neue Chatgruppen angelegt, dann liegt vermutlich ein Missbrauch vor. WhatsApp habe zur Erkennung dieser User eine Software basierend auf einer künstlichen Intelligenz entwickelt.

Unternehmen müssen jetzt aber nicht panisch werden: "Wir werden auch künftig eine begrenzte Anzahl von Funktionen zur Verfügung stellen, mit denen Unternehmen mit ihren Kunden kommunizieren können". Damit sind vermutlich die Kommunikation bei Nutzeranfragen oder Terminänderungen gemeint.

Immer wieder gibt es Neuerung für den Messenger-Dienst: Bald bekommen alle WhatsApp-Nutzer diesen Code. Alle Neuerungen gibt's im WhatsApp-Update-Tracker.

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