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Obacht vor dem WhatsApp-Klon: Jetzt auch 42.000 Handys in Deutschland infiziert

WhatsApp: Die besten Tipps und Tricks für deinen Messenger
Mi, 26.06.2019, 12.09 Uhr

WhatsApp: Die besten Tipps und Tricks für deinen Messenger

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Die Malware verbreitet sich weiter und hat es nun auch auf enorm viele deutsche Handys geschafft. Wir erklären, wie du dich vor dem gefährlichen WhatsApp-Klon schützen kannst.

Die Malware "Agent Smith" ist weiter im Umlauf. Eine riesige WhatsApp-Sicherheitslücke sorgt immernoch dafür, dass rund 25 Millionen Android-Handys mit der schädlichen Software infiziert wurden. Jetzt sollen auch schon 42.000 deutsche User betroffen sein. Das kannst du tun, um dich zu schützen.

WhatsApp Malware schleicht sich auf deutsche Handys

Sicherheitsforscher der israelischen Firma Check Point gaben, laut Stern, bekannt, dass nun auch 42.000 Geräte in Deutschland von der Malware infiziert sind. Falls dir in letzter zeit also Werbung in deinem WhatsApp-Chat aufgefallen ist, könnte dein Handy von "Agent Smith" betroffen sein.

WhatsApp-Sicherheitslücke: So läuft die Attacke ab

Bist du Opfer der WhatsApp-Sicherheitslücke geworden, dann hat sich Folgendes ereignet:

Du hast dir vermutlich eine Android-App heruntergeladen und diese installiert. Die Malware hat heimlich eine Anwendung installiert, die sich wie ein legitim wirkendes Update-Tool von Google tarnt. Das fällt dir aber nicht auf, denn es erscheint kein separates Icon auf deinem Display.

Legitime Apps wie WhatsApp, Browser-Apps etc. werden durch die Malware mit einem bösartigen Update ersetzt. Diese sind nicht per se schadhaft, jeder Klick darauf verschickt jedoch Geld an die Hacker dahinter.

Vorsicht ist vor allem geboten, weil die Sicherheitsforscher vermuten, dass die Hacker mit ihrer Software in den Google Play Store umziehen. Es seien bereits elf Android-Apps entdeckt worden, die Bestandteile der Malware, die für die gegenwärtige WhatsApp-Sicherheitslücke verantwortlich ist, gefunden worden.

So schützt du dich vor dem Virus "Agent Smith"

Aviran Hazum von Check Point rät allen Android-Nutzern, sofort zu handeln, wenn ihnen bei WhatsApp Werbung in jeglicher Art auffällt, zum Beispiel beim Öffnen des Messengers. Da WhatsApp bisher noch ohne Anzeigen funktioniert, kann das ein erstes Indiz für die WhatsApp-Sicherheitslücke sein.

Danach tust du Folgendes:

  • Gehe auf deine Einstellungen und wähle Apps aus.
  • Suche in der Auflistung deiner Anwendungen nach verdächtigen Apps wie Google Updater, Google Installer for U, Google Powers und Google Installer.
  • Deinstalliere die verdächtige App.

Die einzige sonstige Hilfe ist es, dich von inoffiziellen Android-App Stores grundsätzlich fernzuhalten.

WhatsApp-Sicherheitslücke: "Agent Smith" nutzt Schwachstellen aus

Die als "Agent Smith" bezeichnete Malware bedient sich an erst kürzlich bekanntgewordenen Schwachstellen im Android-Betriebssystem und ermöglicht so unter anderem die WhatsApp-Sicherheitslücke. Die beste Möglichkeit, sich dagegen zu wehren, ist es Experten zufolge, Android immer auf dem neuesten Stand zu halten.

Bisher befinden sich die meisten Opfer der Malware und WhatsApp-Sicherheitslücke in Indien. Dort sind Angaben zufolge allein 15 Millionen Android-Nutzer betroffen. Der Angriff gilt als einer der größten, den Googles Betriebssystem in der jüngsten Vergangenheit hinnehmen musste.

Ausgebreitet hat sich die Malware laut Forbes über den Drittanbieter-App Store 9apps.com, der unter Verantwortung des chinesischen Konzerns Alibaba läuft.

Deshalb ist die Malware hinter der WhatsApp-Sicherheitslücke so gefährlich

Israelische Sicherheitsexperten von Check Point betonen, dass die Macher hinter der Malware deutlich mehr damit anstellen können als nur Apps wie WhatsApp zu ersetzen und schadhafte Werbung zu schalten: "Aufgrund der Fähigkeit, sich im Icon des App-Starters zu verstecken und jede existierende, populäre App auf einem Gerät zu imitieren, gibt es endlose Möglichkeiten für diese Art der Schadsoftware, das Gerät eines Nutzers zu beschädigen."

Man habe Google gewarnt sowie zuständige Sicherheitsbehörden. Ein Statement von Google steht gegenwärtig noch aus.

Für Nutzer des beliebten Messengers ist dies die zweite große Gefahr innerhalb weniger Monate. Erst im Mai wurde eine massive WhatsApp-Sicherheitslücke bekannt, die weltweit rund 1,5 Milliarden User betraf. Übrigens ist WhatsApp auch sonst nicht so sicher, wie du vielleicht annimmst. Diese Software liest bei dir in WhatsApp mit.

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