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1.400 Nutzer betroffen: Facebook klagt gegen WhatsApp-Hacker

Insgesamt sollen die Hacker rund 1.400 Nutzer des Messengers WhatsApp gehackt haben.
Insgesamt sollen die Hacker rund 1.400 Nutzer des Messengers WhatsApp gehackt haben.
Foto: iStock/amesy
Die israelische NSO Group soll WhatsApp gehackt haben. Ziel der Aktion seien rund 1.400 Nutzer, darunter Journalisten, Oppositionelle und mehr, gewesen.

Im April soll die NSO Group, ein israelisches Technologieunternehmen, rund 1.400 Nutzer des Messengerdienstes WhatsApp gehackt haben. Vorrangig sollen dabei Journalisten, Diplomaten, Menschenrechtler und Anwälte sowie deren Familien ins Visier geraten sein. In Reaktion auf die Aktion der Hacker hat Facebook nun das Unternehmen mit Sitz in Herzliya bei Tel Aviv verklagt.

WhatsApp gehackt: Facebook schlägt mit Klage zurück

Zuletzt machte die NSO Group durch das Spionageprogramm "Pegasus" auf sich aufmerksam, das über die Cloud auf dein Handy gelangt, um dich auszuhorchen. Auch im aktuellen Fall soll ebendiese Software dazu genutzt worden sein, um die 1.400 Betroffenen zu beschatten. Das geht auch aus der Klage hervor, die die WhatsApp-Mutter Facebook am Dienstag beim US-Bundesbezirksgericht in San Francisco einreichte.

Zugang sollen sich die Hacker dabei über die mittlerweile bekannte WhatsApp-Sicherheitslücke mit der Kennung CVE-2019-3568 verschafft haben. Mit einem Update schloss Facebook die Schwachstelle bereits kurz nachdem bekannt wurde, dass WhatsApp gehackt worden war, allerdings war es zu diesem Zeitpunkt bereits zu spät. Durch einen WhatsApp-Anruf hatten die Verantwortlichen bereits die Spyware auf die Geräte geschleust.

Möglichkeiten der Hacker wachsen mit neuer Technologie

Dass WhatsApp gehackt worden ist, fiel tatsächlich erst auf, als ein betroffener Anwalt, der mehrere Klagen gegen die NSO Group betrieb, misstrauisch wurde. Er wandte sich an das Citizen Lab der Universität Toronto, das wiederum Alarm schlug. Cyberkriminelle scheinen mit der fortschreitenden technologischen Entwicklung immer kreativer zu werden. Erst jüngst stürzten sich Hacker auf den KGB-Nachfolger FSB und leakten diverse Geheimprojekte.

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