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Dein Smartphone wird zur Shopping-Mall durch neue Funktion von WhatsApp Business

Eine neue WhatsApp Business-Funktion stellt die ursprüngliche Intention des Messengers auf den Kopf.
Eine neue WhatsApp Business-Funktion stellt die ursprüngliche Intention des Messengers auf den Kopf.
Foto: APA/AFP/LIONEL BONAVENTURE / LIONEL BONAVENTURE
Eine neue Funktion von WhatsApp Business verwandelt dein Smartphone in ein virtuelles Schaufenster. Was hat es mit dieser Entwicklung auf sich?

Eigentlich wurde WhatsApp von seinen Gründern als reines Kommunikationsmittel erdacht. Die beiden Programmierer sträubten sich bis zuletzt gegen den Einsatz von Werbung und laufenden Kosten. Dann kaufte Facebook das Chatprogramm und die Zeiten änderten sich. Nun verwandelt eine neue Funktion WhatsApp in ein virtuelles Schaufenster.

Neue Funktion für WhatsApp Business spült Geld in Facebooks Taschen

2018 wurde die neue Shopping-App WhatsApp Business vorgestellt. Konzerne können dort Kundenanfragen schnell und unkompliziert beantworten, ihre Festnetznummer mit der App verbinden und bekommen außerdem Einblick in statistische Daten über die Kommunikation mit ihren Kunden.

Die Geschäftsversion des Messengers soll einen direkten Kanal zwischen Unternehmen und deren Kunden herstellen. Daneben ist das Bestreben von Mutterkonzern Facebook endlich richtig Kohle mit dem grünen Messenger-Dienst zu scheffeln aber ein anderer wichtiger Grund für die Einrichtung der neuen WhatsApp-Funktion. Die beiden Gründer wehrten sich immer gegen eine Kommerzialisierung ihres Produktes. Nun haben sie jedoch ihre gesamten Mitspracherechte an Facebook verscherbelt.

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Neue WhatsApp-Funktion verwandelt die App in ein Schaufenster

Nun gibt es die neue WhatsApp-Funktion WhatsApp-Katalog, die die Kommerzalisierung von WhatsApp noch weiter vorantreibt. Darin haben Unternehmen die Möglichkeit eigene Profile einzurichten, Fotos hochzuladen, Produktnummern anzugeben und Kundenanfragen zügig zu beantworten.

Zugespitzt könnte man behaupten, dass Facebook WhatsApp mit dieser Funktion quasi in eine digitale Shopping-Mall auf dem Smartphone umfunktioniert. Natürlich bedarf es immer noch die Zustimmung des Nutzers um die Unternehmens-Nachrichten zu empfangen, ob diese profitgetriebene Entwicklung auch bei den Kunden gut ankommt ist jedoch fraglich.

5 Millionen Kunden soll die Business-App mittlerweile erreicht haben, was bei 1,5 Milliarden Nutzern insgesamt nur einen kleinen Teil der weltweiten WhatsApp-Nutzer darstellt. Die neuen Funktionen von WhatsApp Business seien ohnehin hauptsächlich für sich in der Entwicklung befindliche Märkte, wie zum Beispiel Indien, gedacht. Dort läuft der Löwenanteil des Traffics von Online-Einkäufen über das Smartphone ab und von diesem Kuchen möchte Facebook natürlich sein Stück abbekommen.

Neue Funktion von WhatsApp Business vorerst noch nicht in Deutschland

Aktuell gibt es die neuen Funktionen von WhatsApp Business nur den USA, Großbritannien, Italien, Mexiko und Indonesien, soll aber in naher Zukunft auch hierzulande über Googles Play Store erhältlich sein.

Ab dem 7. Dezember wird WhatsApp verstärkt gegen Spam-Nachrichten in Gruppen-Chats vorgehen. Die neue Ausgestaltung von WhatsApp Business kommt also gerade richtig, um Firmen eine Alternative anzubieten. Maßnahmen wie diese kommen nicht überall gut an. In den USA stoß eine andere Android App WhatsApp vom Thron der Download Charts. Wie kam es eigentlich zur Gründung von WhatsApp? Die Antwort überrascht.

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