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Zur falschen Zeit am falschen Ort: Tracking-App bringt Radfahrer fast ins Gefängnis

Deine Handy-Apps können mehr: Tipps & Tricks
Di, 17.12.2019, 14.25 Uhr

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In den USA ließen Polizisten ein Handy orten, dass einem Radfahrer gehört, der per Tracking-App seine Routen aufzeichnen ließ. Er wurde zu unrecht verdächtigt, einen Raubüberfall begangen zu haben.

Die modernen Wege der Verbrechensbekämpfung sind nicht immer die Zuverlässigsten, sondern manchmal sogar gefährlich. Dies bekam ein US-amerikanischer Radfahrer nun zu spüren. Er ließ seine Routen per Tracking-App aufzeichnen. Im Zuge dessen konnte die Polizei sein Handy orten – er soll in einen Raubüberfall verwickelt gewesen sein. Alles Weitere zu der verrückten Story erfährst du hier.

Tracking-App macht Radfahrer zum Verdächtigen

Der US-amerikanische Radfahrer Zachary McCoy traute seinen Augen nicht, als er die Mail von Google auf seinem Android-Handy öffnete: Gegen ihn wird wegen eines Raubüberfalls als Verdächtiger ermittelt, die Polizei stellte bereits eine Anfrage, sein Handy orten zu dürfen. Er hätte fortan an sieben Tage Zeit, sich einen Anwalt zu nehmen und Einspruch zu erheben. Grund für seine missliche Lage: Eine Tracking-App.

McCoy konnte es nicht glauben und informierte sich selbst über den Fall mittels eines Zeitungsartikels. Er zog die Daten seiner Tracking-App für das Handy zu Rat und stieß auf die ungewöhnliche Entdeckung, die fast dafür gesorgt hätte, dass er hinter Gittern landet. Anscheinend hätte er rund zehn Monate zuvor mit seinem Fahrrad ganze drei Mal den Tatort umkreist. Dies ist auch der Grund, warum letzten Endes die Polizei sein Handy orten konnte und ihn in den Kreis der Verdächtigen mit aufnahm.

Dank Handyortung doch zum Freispruch

Der schockierte Sportler wehrte sich per Anwalt gegen die Anklage und die Polizei überprüfte noch einmal genau, ob der Sachverhalt wirklich zutreffe. Wieder konnte per Handyortung herausgefunden werden, dass es sich dabei um ein Missverständnis handelte und die Tracking-App führte letzten Endes sogar zum Freispruch, wie auch Nachrichtenportal NBC News berichtet.

In Deutschland benötigt man einen richterlichen Beschluss, um ein Handy orten zu dürfen. Dennoch wird durch das Beispiel klar, dass durch digitale Indizien leicht Missverständnisse bei der Ermittlung auftreten können. Mittlerweile zwingen sogar Hochschulen ihren Studenten Tracking-Apps auf. Doch nicht nur bei der Verbrechensbekämpfung kann es zu Fehlern kommen: Ein Google-Hack führte bereits dazu, dass falsche Google Maps-Staus angezeigt wurden.

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