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Corona-App geht in die Demo-Phase: So sieht die neue Tracing-App aus

Eine neue Tracing-App soll gefährlichen Kontakten vorbeugen können.
Eine neue Tracing-App soll gefährlichen Kontakten vorbeugen können.
Foto: iStock/kzenon
Um die Pandemie in Deutschland eingrenzen zu können, soll in Zukunft auf eine sogenannte Tracing-App gesetzt werden. Jetzt kann man die Corona-App in einer Demo ausprobieren.

Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben sich darauf geeinigt, wie genau die Tracing-App zur Eingrenzung der Corona-Pandemie funktionieren soll. Der Programmcode der Corona-App soll öffentlich zugänglich gemacht werden, wird jedoch von zwei großen deutschen Tech-Konzernen entwickelt. Nun kann man die App erstmals in einer Demo antesten.

Tracing-App bekommt grünes Licht

Der Virus COVID-19 überträgt sich per Tröpfcheninfektion bei direktem Kontakt. Um solche nachverfolgen zu können und gegebenenfalls einzugrenzen, war schon seit Längerem geplant, eine sogenannte Tracing-App zu entwickeln. Diese soll Bürgerbewegungen überwachen und somit krankheitsübertragenden Kontakten vorbeugen. Unklar war bisher, wie genau die Funktionsweise einer solchen Corona-App aussehen könnte.

Darauf hat sich die Deutsche Bundesregierung jetzt zusammen mit den Länder-Vorsitzenden geeinigt. Der Code der Tracing-App nach dem Open-Source-Prinzip entwickelt werden. Das bedeutet, dass der Quelltext jedem zugänglich gemacht wird und somit eine verbesserte Kontrolle seitens der Bevölkerung ermöglicht wird. Besonders Datenschützer äußerten sich im Vorfeld besorgt über potentielle Hintertüren, mit denen Datenmissbrauch hätte betrieben werden können.

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Die neue Corona-App soll dezentral aufgebaut sein. Sie wird also nicht, wie zuvor angedacht, eine einzige zentrale Datenbank mit den gesammelten Nutzerdaten besitzen, sondern Informationen dezentral auf individuellen Smartphones abspeichern.

Zwei Deutsche Konzerne nehmen sich der Corona-App an

Bedenken bezüglich des Datenschutzes wurden gespeist durch Meldungen, die davon berichteten, dass SAP und die Deutsche Telekom vornehmlich für die Entwicklung der Tracing-App verantwortlich sein würden. Die neue Maßgabe, die App in solch transparenter Weise zu strukturieren, könnte Bedenken aus dieser Richtung den Wind aus den Segeln nehmen.

Der Bund versichert zudem, dass die europäischen und deutschen Datenschutzregeln strikt eingehalten werden würden und dass ausschließlich epidemiologisch relevante Kontakte innerhalb der vergangenen drei Wochen in anonymisierter Weise gespeichert werden würden. Hieran schließt auch die Vorgabe an, die Tracing-App nach dem Prinzip der doppelten Freigabe einzurichten. Demnach sind Bürger dazu berechtigt, jederzeit die Benutzung der App zu verweigern und auch die Weitergabe individueller Daten im Infektionsfall kann untersagt werden.

Schon jetzt ist die Tracing-App in der Demo nutzbar

Die Tracing-App mit der dezentralen Technik "Decentralized Privacy-Preserving Proximity Tracing", kurz DP3T, ist aktuell bereits zum antesten für Android und iOS verfügbar. Dort lässt sich bereits am eigenen Beispiel nachvollziehen, wie genau solch eine Corona-App funktionieren könnte. Über die Bluetooth-Verbindung des Smartphones werden Kontakte in der Nähe erfasst und gespeichert, um Gefahrenfälle zu identifizieren.

Forscher warnen eindringlich vor dem Ende der Corona-Pandemie. Wenn du diese drei Coronavirus-Anzeichen hast, solltest du dir Sorgen machen.

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