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WhatApp-Datenschutz in Gefahr? Entwickler streitet Vorwürfe ab

Der Bundesdatenschutzbeauftrage Ulrich Kelber kritisiert den WhatsApp-Datenschutz.
Der Bundesdatenschutzbeauftrage Ulrich Kelber kritisiert den WhatsApp-Datenschutz.
Foto: iStock/BanarTABS
In Sachen WhatsApp-Datenschutz steht der beliebte Messenger immer wieder in der Kritik. Doch sind diese Vorwürfe wirklich berechtigt?

Die Kommunikation über den Messenger WhatsApp ist von Ende zu Ende verschlüsselt. Doch reicht diese Tatsache tatsächlich dazu aus, um sich mit der Anwendung sicher zu fühlen? Datenschützer beschuldigen die App immerhin nicht selten, sogenannte Metadaten von Nutzern an den Mutterkonzern Facebook weiterleiten. Nun jedoch ergreift das Unternehmen selbst das Wort und äußert sich zum WhatsApp-Datenschutz.

WhatsApp-Datenschutz: Das steckt wirklich dahinter

In Angelegenheiten des WhatsApp-Datenschutzes hat Facebook viele Vorwürfe zu bearbeiten."Allein durch die Versendung von Nachrichten werden jedes Mal Metadaten an WhatsApp geliefert", zitiert das Handelsblatt etwa den Bundesdatenschutzbeauftragen Ulrich Kelber. Man müsse davon, dass der Messenger diese Metadaten an Facebook übermittele. "Diese tragen, wenn auch nur als kleiner Mosaikstein, zur verstärkten Profilbildung bei."

Zu besagten Daten gehören etwa folgende:

  • IP-Adresse
  • Standortdaten
  • Informationen über das Smartphone und dessen Betriebssystem
  • Nachrichten-Datum und -Uhrzeit

Den Vorwurf Kelbers weist ein Sprecher des Dienstes zurück, geht jedoch nicht direkt darauf ein. Stattdessen erklärt dieser lediglich, WhatsApp könne "keine Nachrichten lesen, da diese standardmäßig durchgehend verschlüsselt sind". Weiter würden keine Benutzerdaten an Facebook weitergegeben, um beispielsweise personalisierte Werbung zu ermöglichen.

Bundesregierung in der Verantwortung

Der Datenschutzbeauftragte der Bundesregierung scheint dem WhatsApp-Datenschutz trotzdem noch nicht gänzlich zu trauen. Darüber hinaus sehe er öffentliche Stellen des Bundes in der Verantwortung, ihre "Vorbildfunktion" zu erfüllen. "Ich sehe sie deshalb besonders in der Pflicht, sich datenschutzkonform zu verhalten."

Doch ist es nicht nur der WhatsApp-Datenschutz, bei dem du lieber zwei Mal hinschauen solltest. So können Fremde etwa deine Nachrichten bei WhatsApp mitlesen, wenn sie sich einen fiesen Trick zunutze machen. Allerdings ist auch die Sicherheit des Messengers Telegram bei weitem nicht so hoch, wie sie meist beworben wird.

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