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11.000 gefährliche Android-Apps pro Tag: So schaden sie deinem Handy

Kaum zu glauben, aber täglich werden rund 11.000 schadhafte Android-Apps in Umlauf gebracht.
Kaum zu glauben, aber täglich werden rund 11.000 schadhafte Android-Apps in Umlauf gebracht.
Foto: iStock.com/urbazon
Wir nutzen tägliche Android-Apps, dabei sollten wir auf die kleinen Details achten. Denn laut einem Sicherheitsunternehmen befinden sich über zwei Millionen gefährliche Apps im Umlauf.

Im ersten Halbjahr 2020 wurden über zwei Millionen gefährliche Android-Apps entdeckt von einem Sicherheitsunternehmen entdeckt. Wie sich herausstellt, veröffentlichen Cyberkriminelle alle acht Sekunden eine neue Malware, die in einer Anwendung integriert wird. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich dies um zehn Prozent gesteigert. Eine Art von Android-App ist dieses Jahr besonders in den Fokus der Kriminellen geraten.

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Android-Apps können deinem Handy schaden: Das ist bekannt

Ohne Anwendungen für das eigene Smartphone kommt kaum noch jemand im Alltag aus. Seit der Pandemie hängen wir sogar vermutlich noch länger am Handy als sonst. Daher haben es Cyberkriminelle vor allem auf Corona-Tracker und Dropper abgesehen. Das Sicherheitsunternehmen G DATA CyberDefense kam auf das erschreckende Ergebnis, dass alle acht Sekunden eine neue Android-App veröffentlicht wird, die Malware enthält.

Die gefälschten Corona-Tracker sehen auf den ersten Blick normal aus: Sie beinhalten beispielsweise eine Übersicht der Infektionszahlen in Echtzeit. Doch im schlimmsten Fall holst du dir in diesem Moment Ransomware auf dein Smartphone. Dadurch kann dir die komplette Nutzung deines Handys verwehrt werden. Zwei Millionen schadhafte Android-Apps konnten identifiziert werden. Das sind über 11.000 Anwendungen pro Tag in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Kriminelle verwenden verschiedene Maschen

Bei den sogenannten Droppern handelt es sich um eine Installations-Datei für eine Android-App. Dabei holst du dir erst im zweiten Schritt ein schadhaftes Android-Package auf dein Smartphone. Auf diese Weise lässt sich der Schadcode tarnen. In diesen stecken Kriminelle nämlich viel Zeit und Geld. Außerdem lassen sich diese gefährlichen Android-Apps auch auf eine bestimmte Zielgruppe abstimmen. Kinder sind von dieser Masche besonders betroffen. Diese Android-Apps sind meistens ganz normal im App-Store erhältlich. Der Google Play Store gilt als sicherste Alternative, doch auch dort schleichen sich hin und wieder gefährliche Anwendungen ein.

Ein weiteres Problem sind Billig-Handys. Meistens nutzen sie Senioren oder Kinder im Grundschulalter. Ungewollt gelangen Smartphone in den Handel, die schädliche Android-Apps vorinstalliert haben. Auch das Betriebssystem kann manchmal manipuliert werden. Sobald das Smartphone verwendet wird, beginnt das Eigenleben. SMS können versendet werden oder andere Anwendungen werden plötzlich installiert.

So erkennst du, ob du schadhafte Android-Apps hast

Diese Aktion muss nicht einmal vom Entwickler der Schadsoftware kommen. Denn auch andere Kriminelle nutzen die Option, Geräte zu manipulieren. Bei dieser Vorgehensweise ist die Malware oft tief in der Firmware integriert. Ohne Fachwissen kannst du dich dagegen nicht schützen. Dein einziger Schutz: ein neues Smartphone kaufen.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Handy noch sicher ist, achte besonders auf den Akku-Verbrauch. Kriminelle führen meist im Hintergrund Aktionen durch, mit denen sie Geld verdienen können. Du solltest ebenfalls aufhorchen, wenn deine Banking-App sich nicht installieren lässt. Hol dir unbedingt einen Virenscanner, um dich vor einer bösen Überraschung zu schützen.

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