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Diese Weltneuheit auf dem Appmarkt bekommst du nur mit ärztlichem Rezept

Foto: iStock.com/DragonImages
Viele Deutsche verwenden bereits Gesundheitsapps im Alltag, doch eine Weltneuheit soll jetzt laut Gesundheitsminister Jens Spahn neue Maßstäbe setzen.

Im November 2019 beschloss die Bundesregierung im Rahmen ihres "Digitale-Verordnung-Gesetzes" die Entwicklung von Gesundheitsapps, die du nur mit einem ärztlichen Rezept bekommen kannst. Jetzt ist es soweit und die ersten beiden Medizinapps kommen am Dienstag in die Appstores.

Gesundheits-Apps: Gutes für Körper und Geist
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Gesundheitsapps: Dein Arzt könnte dir bald eine App verschreiben

Eine App, die nur verschreibungspflichtig erhältlich ist? Dieser Wunsch der von Gesundheitsminister Jens Spahn geht in Erfüllung, denn ab Dienstag könntest du von deinem Arzt eine Medizinapp verschrieben bekommen. Bei den Apps handelt es sich konkret um Anwendungen, die beispielsweise Diabetiker oder Menschen mit Bluthochdruck im Alltag unterstützen. Auch schwangere Frauen können bestimmte Gesundheitsapps nutzen.

Der Gesundheitsminister Jens Spahn von der CDU scheint alles in allem sehr stolz auf das Projekt zu sein. Gegenüber mehreren Zeitungen bezeichnete er die verschreibungspflichtigen Anwendungen als "Weltneuheit" und merkte an, dass Deutschland das erste Land auf der Welt sei, in dem es Apps auf Rezept gäbe.

Im Moment seien lediglich zwei Apps zugelassen, die Liste soll jedoch ständig erweitert werden. Zurzeit durchlaufen noch 25 weitere Anwendungen ein Prüfverfahren, um festzustellen, ob sie sich als verschreibungspflichtige Gesundheitsapps eignen. Insgesamt gingen schon rund 500 Anfragen von Herstellern ein.

Vor- und Nachteile der Medizinapps

Die Zulassung der Anwendungen wird sich zu deinem Vorteil auswirken, denn wenn du in der Vergangenheit schon Gesundheitsapps genutzt hast, können mögliche Kosten in Zukunft von deiner Krankenkasse zurückerstattet werden. Laut einer Umfrage von Bitkom nutzten im Jahr 2019 bereits zwei von drei Smartphone-Nutzern Gesundheitsapps.

Kritik an der App kommt unter anderem von den Grünen. Wie die Sprecherin Maria Klein-Schmeink kritisierte, würden die Anwendungen keine wirkliche Verbesserung der Versorgung erreichen. Außerdem gäbe es zurzeit zu wenige Stellen, um Nutzen und Einhaltung der strengen Datenschutzvorgaben zu prüfen.

In dem neuen Gesetz wurden nicht nur Gesundheitsapps beschlossen, sondern auch Rezepte, die du bald auf dein Handy bekommen könntest. Achte auch auf diesen Fehler, den du beim Herunterladen der Corona-Warn-App keinesfalls machen solltest.

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