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Corona-App gestrichen: Apple wirft nützliche Anwendung raus

Eine Corona-App fliegt aus dem Store.
Eine Corona-App fliegt aus dem Store.
Foto: iStock.com/hsyncoban/kaczka
Apple hat sich offenbar dazu entschieden, eine nützliche Corona-App aus dem Store zu werfen. Sie soll gegen dessen Bedingungen verstoßen haben.

Durch das Chaos, das mit der herrschenden Corona-Pandemie einhergeht, scheint es umso wichtiger, seine Kontakte im Blick zu behalten. Zu diesem Zweck gibt es derzeit diverse Apps in den Stores von Google und Apple. Der iPhone-Konzern aus dem kalifornischen Cupertino macht nun aber einer dieser Corona-Apps einen Strich durch die Rechnung.

So funktioniert die Corona-App
So funktioniert die Corona-App

Corona-App rausgeworfen: Apple verwirrt Entwickler

"Am 6. November hat mich Apple kontaktiert, um mich darüber zu informieren, dass die App gegen die App Store Richtlinien verstößt und daher in 14 Tagen aus dem App Store entfernt wird, sofern ich keine neue Version mit entsprechenden Anpassungen einreiche", erklärt Stefan Trauth, der Entwickler der Corona-App Kontakt-Tagebuch auf seiner Webseite.

Apple habe in einer Überprüfung festgestellt, dass die Anwendung eine manuelle Funktion zur Ermittlung von Kontaktpersonen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie enthalte, schreibt Apple. "Covid-19 ist eine Krise des öffentlichen Gesundheitswesens, und es gibt mehrere wichtige Anforderungen, die Apps zur Kontaktverfolgung erfüllen müssen, um für den App Store geeignet zu sein."

Folgende Anforderungen stellt Apple an die Entwickler von Corona-Apps:

  • Sie müssen von einem Entwicklerkonto eingereicht werden, das mit einer Regierungsbehörde verbunden ist, sonst muss eine Regierungsbehörde Ihre Anwendung zur Verteilung genehmigen.
  • Sie sollten keine IDFA (Identifier for Advertisers) sammeln.
  • Sie sollten keine Werbung oder Marketing enthalten.
  • Die Gerichtsbarkeiten, in denen die Anwendung verwendet werden soll, sollten in der Beschreibung der Anwendung deutlich erkennbar sein, entweder am Anfang der Beschreibung oder in der ersten Zeile.

Zwar habe Trauth versucht, seine Corona-App den Richtlinien des Unternehmens anzupassen, doch müsse er sie nun dennoch aus dem Store entfernen.

Verpflichtende Corona-App? Das könnte dich erwarten

Eine entsprechende staatliche Anwendung ist bereits seit Mitte Juni verfügbar. Um der herrschenden Pandemie entgegenzuwirken wollen sich nun zwei Unternehmen der Corona-App annehmen. Mit den steigenden Infektionszahlen werden auch die Rufe nach radikaleren Maßnahmen lauter. Die Installation der Anwendung könnte daher bald verpflichtend werden.

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