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Über WhatsApp-Status: Messenger wirbt nach neuen AGB für Datenschutz

Mit Hilfe des WhatsApp-Status will der Dienst für die Privatsphäre seiner Nutzer werben.
Mit Hilfe des WhatsApp-Status will der Dienst für die Privatsphäre seiner Nutzer werben.
Foto: Getty Images/Jaap Arriens/NurPhoto
Nach der Änderung der WhatsApp-AGB wendet sich der Messenger direkt an seine Nutzer. Über den WhatsApp-Status wirbt er für den Datenschutz.

Mit der Änderung der WhatsApp-AGB hat die Facebook-Tochter einiges Aufsehen auf sich gezogen. Vor allem bezüglich der Privatsphäre und des Datenschutzes wurden kritische Stimmen laut. Binnen der Europäischen Union (EU) wird sich aufgrund der geltenden Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nur weniges ändern, über ihre Grenzen hinaus wird es jedoch schwieriger. Über den WhatsApp-Status wirbt der Messenger nun für seine weitere Nutzung.

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WhatsApp: Status soll der Eigenwerbung dienen

Der Dienst verwendet jetzt Stories, den sogenannten WhatsApp-Status, um sein "Engagement für Ihre Privatsphäre" in Deutschland zu unterstreichen. Eine ähnliche Kampagne läuft bereits seit einiger Zeit in Indien, erreicht nun aber ein globaleres Publikum. Ein Sprecher sagte, dass das Unternehmen Statusmeldungen verwenden würde, um Updates direkt zu übermitteln, und wiederholte die Überzeugung des Unternehmens, dass es "Fehlinformationen und Verwirrung" im Zusammenhang mit der Änderung der Datenschutzrichtlinie gab.

Viele nahmen die aktualisierte Formulierung in der Richtlinie als Hinweis darauf, dass WhatsApp Nachrichten und andere Inhalte mit Facebook teilen würde. Der Dienst erklärt, er könne keine Nachrichten lesen und würde nur bestehende Praktiken klarstellen, doch ist der Schaden bereits angerichtet – Millionen von verärgerten Nutzern strömten The Verge zufolge zu Chat-Apps wie Signal und Telegram.

Die Eigenwerbung könnte WhatsApp dabei helfen, zukünftigen Aufregungen zuvorzukommen, indem es direkt mit den Nutzern spricht, anstatt Erklärungen abzugeben und die Nutzer auf FAQs zu verweisen. Gleichzeitig spiegelt gerade die Notwendigkeit, über Statusmeldungen zu kommunizieren, den schlechten Ruf von Facebook in Bezug auf die Privatsphäre wider.

Neue WhatsApp-AGB haben Folgen

Mit der neuesten Änderung der WhatsApp-AGB hat Facebook für einiges Aufsehen gesorgt. Dem Unternehmen zufolge sei das alles jedoch halb so schlimm. Schon Mitte Januar gab das es eine erste Entwarnung. Der Signal-Messenger hat einen frechen Weg gefunden, noch mehr Nutzer auf sich aufmerksam zu machen. Für Wettbewerber WhatsApp könnte das Folgen haben. Es bleibt abzuwarten, ob die WhatsApp-Statusmeldungen Erfolge erzielen.

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