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Spionage-Apps bei Android & iOS: Verbotene Software in 199 Anwendungen

Eine verbotene Software macht zahlreiche Anwendungen zu Spionage-Apps.
Eine verbotene Software macht zahlreiche Anwendungen zu Spionage-Apps.
Foto: [Futurezone.de] via Canva.com
Deine Daten werde nicht "nur" zu Werbezwecken weitergegeben. Zahlreiche Anwendungen werden durch eine bereits verbotene Software, die trotz Verbot noch eingesetzt wird, zu Spionage-Apps. Daten werden unter anderem dem US-Militär zur Verfügung gestellt.

Laut einer neuen Studie sollen durch eine verbotene Software 199 Anwendungen die Standorte von Nutzerinnen und Nutzern überwachen und sie so zu Spionage-Apps machen. Daten landen offenbar unter anderem bei dem US-amerikanischen Militär und Strafverfolgungsbehörden. Sowohl Android als auch iOS sind betroffen.

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Spionage-Apps: Diese verbotene Software ist in Anwendungen

Die Angst vor Spionage-Apps ist nicht ganz unbegründet. Das beweist abermals eine Studie von ExpressVPN. Hier wurden 450 Anwendungen untersucht, die Standort-Tracker enthalten. Dazu zählen X-Mode, Predicio und OneAudience. Alle drei Programme sind bereits wegen Datenschutzskandalen aufgefallen.

X-Mode ist von Apple und Google sogar schon längst verboten worden. Trotz des Verbots wurden nur zehn Prozent dieser Spionage-Apps aus dem Play Store entfernt. 199 der 450 untersuchten Anwendungen sind mit dieser Software versehen. Zusammen wurden sie laut ExpressVPN mindestens eine Milliarde Mal heruntergeladen.

Daten gelangen unter anderem zum US-Militär

In der Untersuchung heißt es, dass die von Standort- und Näherungssensoren gesammelten Daten zunehmend in die Hände von Strafverfolgungsbehörden, Geheimdiensten und Militärorganisationen gelangen. Somit werden die Daten also nicht "nur" für Werbezwecke genutzt.

"Diese staatlichen Stellen und ihre privaten Auftragnehmer sammeln riesige Datenmengen über die Bewegungen ganzer Bevölkerungsgruppen. Dies gefährdet nicht nur die Privatsphäre gewöhnlicher Menschen auf der ganzen Welt, sondern auch ihre Autonomie", so ExpressVPN.

So schützt du dich

Um dich vor einer möglichen Überwachung durch "Spionage-Apps" zu schützen, kannst du einen VPN-Dienst nutzen, da er deinen Standort verschleiern kann. Ob dein Handy dich aushorcht, kannst du unter anderem auch an vier Dingen erkennen. So kannst du auch herausfinden, ob dein Smartphone Spionage-Apps beherbergt. Handy-Spionage könnten auch diese Anwendungen betreiben. Zahlreiche QR-Code-Scanner und Foto-Apps könnten gefährlich werden.

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