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Neue Generation der Weltraumteleskope: Deswegen sagen Forscher, sie müssen sich verändern

Weltraumteleskope wie Hubble soll es mehr geben, so Planetologen. Vor allem für die Sonnensystem-Forschung.
Weltraumteleskope wie Hubble soll es mehr geben, so Planetologen. Vor allem für die Sonnensystem-Forschung.
Foto: iStock.com/imago images / UPI Photo
Ohne bekannte Weltraumteleskope wie Hubble (NASA) oder Cheops (ESA) wären viele Regionen des Universums unentdeckt. Doch Forscher möchten nun Geräte, die speziell für unser Sonnensystem gemacht sind.

Weltraumteleskope nur für unser Sonnensystem: Das fordern einige Forscher. Es klingt zunächst wie ein Schritt nach hinten, denn berühmte Apparate wie das Hubble-Teleskop der NASA oder das Chandra-Röntgenteleskop (NASA) waren auch schon außerhalb unseres Sonnensystems. Wenn die Wissenschaft schon so weit ist, wieso dann also wieder zurückkehren? Diese Forscher haben die Erklärung.

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Heimische Weltraumteleskope: Deswegen brauchen wir sie

Es ist wirklich fortgeschritten und notwendig, dass es Weltraumteleskope gibt, die die Sphären unseres Sonnensystems verlassen und die Weltraumorganisationen mit relevanten Informationen über unsere Galaxie versorgen. Diese Weltraumteleskope soll es auch weiterhin geben. Doch Forscher vom Planetary Science Institute in Arizona (USA) möchten Apparate nutzen, die ausschließlich für unser Sonnensystem angefertigt sind.

In den vergangenen Jahren haben Astronomen und Planetologen enorm viel über das Sonnensystem herausgefunden. Zum Beispiel, dass es auf dem Saturnmond Enceladus Wasser unter einer dicken Eisschicht gibt, dass geysirartig an die Oberfläche geschleudert wird. Außerdem wurde der Frage nachgegangen, ob die Venus aktive Vulkane hat. Doch diese (und andere) Phänomene müssen weiter untersucht werden, um zu wirklichen Erkenntnissen zu werden.

Weltraumteleskope sind rar: Forscher brauchen mehr Geräte

Bisherige Teleskopmissionen haben sich nicht nur auf ein Phänomen konzentriert, sondern haben mehrere Himmelskörper observiert, abgelichtet und sind dann weitergezogen. Amanda Hendrix, eine Planetologin des Planetary Science Institutes, machte während einer Videokonferenz deutlich: "Wir sind bereit für nächste Schritte". Die Planetologie braucht Messgeräte, die ausschließlich für das Erforschen des Sonnensystems gedacht sind. Notwendig seien diese auch, weil Weltraumteleskope generell ziemlich ausgebucht sind. Es ist für Forscher des Sonnensystems extrem schwierig Messgeräte für Langzeitstudien zu bekommen, weil Koordinatoren von Weltraumteleskopen oftmals jährliche Zyklen für Beobachtungen einplanen.

Die Planetologen beteuern, dass ein Weltraumteleskop auch verschiedene Beobachtungen im Sonnensystem tätigen könnte, wenn man seine Reise richtig plant, so Space.com. So machen es Astronomen schließlich auch mit anderen Weltraumteleskopen. Wichtig sei vor allem, dass die Erforschung des Sonnensystems vorangetrieben wird, weil sonst grundlegenden Fragen und Phänomenen nicht nachgegangen werden kann. Wer weiß, womöglich findet solch ein Sonnensystem-spezifisches Weltraumteleskop außerirdisches Leben ganz in unserer Nähe. Auf einem Saturnmond vermuten Forscher es schon.

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