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Apple will nur noch recycelte Rohstoffe verwenden

Lisa Jackson, die ehemalige Leiterin der amerikanischen Umweltschutzbehörde (EPA) kümmert sich um Apples Umweltagenden.
Lisa Jackson, die ehemalige Leiterin der amerikanischen Umweltschutzbehörde (EPA) kümmert sich um Apples Umweltagenden.
Foto: Imago
Mit dem Verzicht auf Rohstoffe aus Minenabbau will Apple einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit machen.

"Können wir ein globales Unternehmen vollständig mit Sonnen-, Wind- und Wasserenergie versorgen?", fragt Apple auf seiner Webseite. Die nötige Elektrizität zur Versorgung seiner zahlreichen Standorte bezieht Apple bereits zu 96 Prozent aus erneuerbarer Energie. In naher Zukunft will man die hundert Prozent erreichen. Damit nicht genug: Auch seine Zuliefererkette will Apple in Richtung Ökostrom lenken.

Interview mit Lisa Jackson, vice president of Environment, Policy and Social Initiatives, bei Apple

Kein Marketing-Gag

Die Nachhaltigkeitsbestrebungen sind weit mehr als leere Marketingversprechen, sondern zählen schon seit einiger Zeit zum Markenkern des Unternehmens. In einem Interview mit VICE sagte Lisa Jackson, die zuständige Vizepräsidentin für Nachhaltigkeit und Soziales, dass künftig neben sauberer Energie auch nur mehr saubere Rohstoffe in der Produktion und Entwicklung von Apple-Produkten verwendet werden sollen.

2014 wurden laut einer Studie der United Nations University weltweit nur 16 Prozent des Elektromülls recycelt. Eine erschreckend niedrige Kennziffer, die Apple in die Höhe schrauben will. Ungewöhnlich für den US-Konzern, hat man laut Jackson, zum derzeitigen Moment noch keine detaillierten Vorstellungen davon, wie man das Ziel erreichen will. Fest steht: In absehbarer Zeit will Apple vollständig auf Rohstoffe aus Minen verzichten.

Innovation aus dem Labor

Eine wichtige Rolle in diesem Prozess kommt der hauseigenen Forschungsabteilung zu, die einzelne Komponenten auf ihre Wiederverwertbarkeit testet und neue Wege sucht, um ressourcensparender zu produzieren. Jackson, die vor ihrer Zeit bei Apple und als Vorsitzende der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA, als Chemikerin praktische Erfahrung in diesem Bereich gesammelt hat, scheint jedoch prädestiniert dafür, die Ziele Apples zu realisieren.

Nicht in allen Bereichen agiert Apple gleichermaßen nachhaltig. Immer wieder wird das Unternehmen dafür kritisiert, einzelne Komponenten so zu verarbeiten, dass Reparaturen schwer möglich sind, oder etwa funktionsfähige Teile bei der Behebung des Schadens ebenfalls ausgetauscht werden müssen, was die Gesamtmenge an Elektromüll erhöht.

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