Das Berliner Unternehmen SoundCloud gerät im Kampf um Einnahmen am Musik-Streaming-Markt immer stärker unter Druck. Wie Bloomberg berichtet, werden nun 173 Angestellte gekündigt. Außerdem will SoundCloud seine Büros in San Francisco und London komplett schließen. Der Schritt sei laut Alex Ljung, dem CEO und Mitbegründer von SoundCloud, notwendig, um Kosten einzusparen und unabhängig zu bleiben.

Kostenloses Musik-Streaming ohne Werbung

SoundCloud hat 175 Millionen Nutzer und eine breite Sammlung von Mixes, Podcasts und anderen nutzergenerierten Inhalten. Der Dienst wird kostenlos angeboten, die Musikwiedergabe ist dennoch werbefrei. Werbung wird lediglich visuell angezeigt. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit mit Bezahlmodellen experimentiert, diese wurden jedoch nicht im gewünschten Ausmaß angenommen.

70 Millionen von Twitter

SoundCloud konnte bisher kein erfolgreiches Geschäftsmodell auf die Beine stellen. Im Vorjahr hat der Dienst ein 70-Millionen-Dollar-Investment von Twitter erhalten. Verhandlungen über einen Verkauf, etwa an Twitter oder an Rivale Spotify, sind gescheitert. Während SoundCloud nun 40 Prozent seiner Belegschaft entlässt, kämpfen auch andere Unternehmen am Streaming-Markt um ihre Existenz.

Keine Gewinne für Streaming-Dienste

Während die steigende Verbreitung von Musik-Streaming zuletzt dazu geführt hat, dass die Gewinne der Musikindustrie erstmals seit Jahren wieder gestiegen sind, generieren die Streaming-Dienste keine Gewinne. Selbst Marktführer Spotify ist davon betroffen. Apple und Amazon verwenden Musik-Streaming unterdessen dazu, um Kunden für darüber hinausgehende Angebote zu gewinnen.

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