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Googles Cloud-Dienst speichert Daten in Deutschland

Unternehmen in Deutschland zieren sich noch vor der Nutzung von Googles Cloud-Diensten.
Unternehmen in Deutschland zieren sich noch vor der Nutzung von Googles Cloud-Diensten.
Foto: Pexels
Die neue "Cloud-Region" in Frankfurt/ Main soll Unternehmen mit Sitz in der Bundesrepublik die Skepsis und rechtliche Bedenken nehmen.

Google bietet den Business-Kunden seiner Cloud-Dienste künftig Apps und die Speicherung der Daten in Deutschland an. Die neue "Cloud-Region" wird in einem Rechenzentrum in Frankfurt/Main aufgebaut. "Wir kommen damit einem häufig geäußerten Kundenwunsch nach", sagte Google-Manager Urs Hölzle, der bei dem Internet-Konzern für die technische Infrastruktur zuständig ist, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Unternehmen in Deutschland, der Schweiz und Österreich werde man damit eine spürbar bessere Netzanbindung im Vergleich zu den anderen Cloud-Regionen bieten können.

Sicherheitsbedenken bremsen Googles Geschäft aus

Google reagiert mit dem neuen Angebot aber auf die anhaltenden Sicherheitsbedenken der Kunden, die das Geschäft mit Cloud-Angeboten vielfach ausbremsen. Hölzle betonte, Google habe in sämtlichen Cloud-Regionen keinen Zugriff auf die Daten der Kunden. Diese seien verschlüsselt und somit für den Internet-Konzern nicht einsehbar.

"Die Cloud ist wesentlicher Bestandteil der Digitalisierung"

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hob zur Eröffnung der deutschen Google-Cloud-Region die Bedeutung der Digitalisierung als "größter Innovationstreiber der Menschheitsgeschichte" hervor. "Die Cloud ist dabei ein wesentlicher Aspekt, und gerade für den Mittelstand schlummern hier noch enorme Potenziale. Schnelle Reaktionszeiten und europäische Datenschutzstandards sind für viele Unternehmen in diesem Kontext ein wichtiges Kriterium." Mit der Google-Cloud-Region Deutschland stehe jetzt ein "weiterer Baustein für die Digitalisierung der Wirtschaft bereit".

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Datenschutz missachtet: Facebook wird in Spanien zur Kasse gebeten

Eingesammelt wurden von Facebook Daten zu Religion, Sex und Ideologie seiner spanischen User.
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Foto: imago

Das soziale Netzwerk hat ohne Zustimmung Daten seiner Nutzer gesammelt und muss dafür jetzt die millionenschweren Konsequenzen tragen.

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