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Samsung Galaxy S9: Schlechter Verkaufsstart verzeichnet

Neue Funktionen alleine bringen Kunden heute nicht mehr dazu, ein Smartphone zu kaufen, meinen Experten.
Neue Funktionen alleine bringen Kunden heute nicht mehr dazu, ein Smartphone zu kaufen, meinen Experten.
Foto: dpa
Für das neue Samsung Galaxy S9 wurden nur die Hälfte der Vorbestellungen des Vorgängermodells S8 gemacht. Auch die direkten Verkaufszahlen sehen nicht vielversprechend aus. Experten sehen den Grund im gesättigten Smartphone-Markt.

Die Anzahl der Vorbestellungen zählen mit zu den wichtigsten Gradmessern, ob ein neues Smartphone erfolgreich sein wird oder nicht. Glaubt man dem Analysten Jeff Johnson, der verfügbare Daten hochgerechnet hat, dann sollten bei Samsung spätestens jetzt die Alarmglocken schrillen.

Seinen Ausführungen zufolge ist der Vorverkauf des Galaxy S9 (zum futurezone-Test) extrem schleppend gestartet. Gerade einmal 50 Prozent der beim Vorgängergerät Galaxy S8 eingegangenen Bestellungen habe der Konzern bisher beim S9 verzeichnet. Das deutet auf wenig Begeisterung zum Marktstart hin.

Kunden steigen weniger schnell auf neue Smartphones um

Die Zahlen decken sich mit dem Verkaufsstart in Samsungs Heimatmarkt Südkorea. Laut einem Appleinsider wurden am ersten Tag dort nur 180.000 Geräte verkauft, während das S8 noch 260.000 Personen ansprechen konnte.

Dem Analysten zufolge deuten die Zahlen in Kombination mit den berichteten Produktionsdrosselungen beim iPhone X darauf hin, dass Kunden weniger schnell auf neue Smartphones umsteigen und mit den angepriesenen neuen Funktionen einfach nicht mehr so leicht zum Kauf bewegt werden können, als noch vor wenigen Jahren.

Wird der höhere Preis die Samsung S9-Verkaufszahlen retten?

Die kolportierten enttäuschenden Absatzzahlen beim Galaxy S9 sind unmittelbar eher für die Zuliefererfirmen als für die Hersteller problematisch. Apple etwa verzeichnete allen Unkenrufen zum Trotz das beste Quartal seiner Geschichte - eben auch, weil die neuerliche Verteuerung des Highend-Modells iPhone X mehr Geld als jemals zuvor in die Konzernkasse spülte.

Auch bei Samsung wird sich wohl erst in einigen Monaten zeigen, ob der höhere Preis des Geräts schlechtere Verkaufszahlen wettmachen kann bzw. der Konzern durch die wenigen Neuerungen sich zumindest bei der Entwicklung einiges einsparen konnte.

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Samsung und Co. müssen auf den gesättigten Markt reagieren

Für die Zuliefererfirmen - zu denen auch Samsung mit seinen OLED-Displays zählt - könnten die geringeren Stückzahlen aber eher zum Problem werden. Sämtliche Firmen von Chipherstellern bis zu Sensorenlieferanten sind davon betroffen.

Mittelfristig muss sich allerdings auch zeigen, wie die Premiummarken Apple und Samsung mit der geringeren Nachfrage umgehen werden oder diese auch wieder ankurbeln werden. Analyst Johnson geht davon aus, dass die gesamte Industrie nach steigenden Smartphone-Preisen mit Nachlässen reagieren muss, um die Verkäufe auf dem gesättigten Weltmarkt anzukurbeln.

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