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Elon Musk will den Wahrheitsgehalt von Artikeln überprüfen lassen

Medienschelte: Tesla Ceo Elon Musk will den Wahrheitsgehalt von Artikeln überprüfen lassen.
Medienschelte: Tesla Ceo Elon Musk will den Wahrheitsgehalt von Artikeln überprüfen lassen.
Foto: AP / Evan Vucci
Der Chef des Elektroautobauers Elon Musk will gegen Fake News vorgehen, dass kündigte er auf seinem Twitter-Account an. Er plant eine eigene Bewertungsplattform für Artikel.

Tesla-Chef Elon Musk hat die „großen Medienunternehmen“ scharf angegriffen. Die Öffentlichkeit respektiere sie nicht mehr, weil sie „selbstgefällige Heuchelei“ betrieben, schrieb der Tech-Milliardär am Mittwoch bei Twitter. Dabei verlinkte Musk auf den Autoblog „Electrek“, der einen Analysten mit der Einschätzung zitierte, Teslas Aktien könnten steigen, weil die Negativität ihren Höhepunkt erreicht haben dürfte und zuletzt „zunehmend unerhebliche“ Berichte die Nachrichten dominiert hätten.

In einem Schlagabtausch mit einem Reporter des Tech-Portals „The Verge“ behauptete Musk dann, dass niemand mehr der Presse traue. Dies sei auch der Grund, warum US-Präsident Donald Trump gewählt wurde. „Ihr habt eure Glaubwürdigkeit schon vor langer Zeit verloren.“

Das Problem der Journalisten sei der laufende Druck, Klicks zu maximieren und Werbeerlöse zu verdienen, um nicht gefeuert zu werden. Das sei eine heikle Situation, da Tesla keine Werbung schalte und die Hersteller herkömmlicher Autos zu den größten Anzeigenkunden zählten.


Elon Musk plant Bewertungsplattform für Artikel

Später kündigte Musk eine Website zur Bewertung des Wahrheitsgehalts von Artikeln an, die einen „Glaubwürdigkeitswert“ für Journalisten und Publikationen liefern solle. Er erwäge die Seite „Pravda“ zu nennen, was auf russisch „Wahrheit“ bedeutet und einst Titel des sowjetischen Parteiblatts war. Musk ließ Twitter-Nutzer dann abstimmen, ob er eine solche Website einrichten solle. Die Auswahloptionen: „Ja, das wäre gut“ oder „Nein, Medien sind toll“.

Aktuell haben an der Abstimmung an die 400.000 Twitter-Nutzer teilgenommen. Das Ergebnis ist wenig überraschend: 87 Prozent sprechen sich für eine solche Website aus, während 13 Prozent meinen, dass Medien super sind.

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Tesla steht unter Druck

Tesla kämpft derzeit mit Problemen beim Anlauf der Serienfertigung seines ersten Mittelklasse-Elektroautos Model 3, dessen Produktionsziele mehrfach verfehlt und verschoben wurden. Musk hat in der Vergangenheit auch schon gegen Investoren ausgeteilt, die auf einen Kursverfall der Tesla-Aktie wetten. Nach Vorlage der jüngsten Quartalszahlen lehnte er kritische Fragen von Analysten in einer Konferenzschaltung ab, weil er sie zu langweilig fand.

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