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Hat die Scheidung von Jeff Bezos entscheidende Folgen für Amazon?

Amazon-CEO Jeff Bezos mit seiner (Noch-)Ehefrau MacKenzie
Amazon-CEO Jeff Bezos mit seiner (Noch-)Ehefrau MacKenzie
Foto: APA/AFP/dpa/JORG CARSTENSEN
Amazon-CEO Jeff Bezos lässt sich von seiner Frau MacKenzie scheiden. Dadurch könnte sie großen Einfluss auf das Unternehmen erhalten.

Die Ankündigung von Amazon-CEO Jeff Bezos, sich nach 25 Jahren Ehe von seiner Frau MacKenzie scheiden lassen zu wollen, beschäftigt mittlerweile auch Anleger. Diese fragen sich, ob die Scheidung Auswirkungen auf die Zukunft des Online-Versandhändlers haben könnte. Jeff Bezos ist nicht nur der Gründer und CEO des Unternehmens, er besitzt auch knapp 16 Prozent der Anteile am mehr als 800 Milliarden Dollar schweren Unternehmen – mehr als jeder andere.

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MacKenzie Bezos: Platz im Aufsichtsrat?

Würden sich Jeff und MacKenzie Bezos im US-Bundesstaat Washington scheiden lassen, müsste das Vermögen geteilt werden, wodurch knapp acht Prozent der Anteile an MacKenzie gehen würden. Im Gegensatz zu anderen US-Konzernen wie beispielsweise bei Facebook sind bei Amazon keine Vorteile für Unternehmensanteile von Gründern vorgesehen. Sie wäre somit herkömmlichen Aktionären gleichgestellt.

Laut Peter Henning, einem Professor für Wertpapiergesetz an der Wayne State University, könnte sie aber mit ihren Anteilen durchaus Einfluss ausüben, beispielsweise einen Platz im Aufsichtsrat einfordern oder wichtige Entscheidungen forcieren oder blockieren. Noch ist allerdings keine derartige Absicht bekannt.

Amazon-Aktie wieder stabil

Die Scheidung könnte aber auch in einem anderen US-Bundesstaat beantragt werden, da das Paar mehrere Wohnsitze hat. Einige Bundesstaaten sehen vor, dass der Besitz nicht gleichmäßig, sondern nach Leistung aufgeteilt werden muss. Dabei müsste MacKenzie nachweisen, welchen Anteil sie am Erfolg von Amazon hatte, um einen Anspruch auf die Anteile und das Vermögen zu erheben. Dazu zählt beispielsweise auch Aufziehen und Erziehung von Kindern, mit dem sie ihrem Mann die Arbeit im Unternehmen vielleicht besser ermöglicht hätte.

Unabhängig davon, wie viele Anteile MacKenzie Bezos zugesprochen werden, zeigen sich die Anleger relativ ruhig. Nach dem Bekanntwerden der Scheidung sackte der Amazon-Kurs um knapp zwei Prozent ab, mittlerweile erholte sich die Aktie aber wieder und wird auf dem alten Niveau gehandelt.

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Amazon ist ist zeitweise eine Billion Dollar wert, und dennoch glaubt Gründer Jeff Bezos, dass sein Unternehmen scheitern wird. Seine Behauptung begründet er mit dem Niedergang eines einstigen Weltkonzerns.
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Doch kein Grund zur Sorge bei Amazon?

Für Analyst Michael Pachter ist die Scheidung kein Grund zur Sorge: „Solange er nicht so sehr durch die Scheidung abgelenkt wird, dass er die Firma nicht mehr leiten kann, ist das nicht relevant“, erklärt Pachter. „Er leitet das Unternehmen, weil die Aktionäre ihn und seine Vision mögen, nicht, weil er 50 Prozent der Aktien besitzt.“

Andere Analysten halten aber zumindest etwas Skepsis für angebracht. Sollte sich Bezos beispielsweise im Zuge der Scheidung aus der Firma zurückziehen, könnte das einen erheblichen Einfluss auf den Wert des Unternehmens haben. Ein Tag im Leben von Amazon-Milliardär Jeff Bezos sieht auf den ersten Blick zwar entspannt aus, für seinen Erfolg hat er aber hart gearbeitet. Deshalb kann sich Bezos jetzt auch diese zehn teuren Dinge leisten. Probier doch einmal Bezos' 10 Erfolgsregeln aus.

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