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Wandert Cook hinter Gitter? Apple-CEO im Fokus der Qualcomm-Anwälte

Tim Cook befindet sich derzeit im Fokus der Qualcomm-Anwälte. Sie wollen ihn hinter Gittern sehen.
Tim Cook befindet sich derzeit im Fokus der Qualcomm-Anwälte. Sie wollen ihn hinter Gittern sehen.
Foto: Justin Sullivan/Getty Images
Qualcomm und Apple befinden sich nach wie vor im Patentstreit. Der Chiphersteller fordert nun jedoch die Inhaftierung des Apple-Chefs Tim Cook.

Qualcomm beantragte beim Landgericht München, Zwangsgelder gegen Apple zu verhängen oder ersatzweise die Inhaftierung von Apple-Chef Tim Cook anzuordnen. Das geht aus Dokumenten hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag vorlagen.

Qualcomm kritisiert Nichteinhalten von Verboten

Mit den Anträgen solle Apple zur Umsetzung eines Gerichtsurteils vom Dezember gezwungen werden, erklärte Qualcomm-Chefjurist Don Rosenberg in einer Pressemitteilung. Apple hingegen warf dem Chiphersteller Ablenkungsmanöver in der Auseinandersetzung der Konzerne vor. Eine Gerichtssprecherin erklärte nun, sie könne den Eingang seitens Qualcomm zunächst nicht bestätigen.

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Das Landgericht München hatte im Dezember in einem Aufsehen erregenden Urteil entschieden, dass Apple die iPhone-Modelle 7, 7plus, 8, 8plus und X nicht mehr in Deutschland anbieten dürfe. Nun beklagen die Qualcomm-Anwälte, Apple setze sich über das Verbot hinweg. Anders als vom Gericht angeordnet, habe der Konzern den Verkauf der beanstandeten Geräte etwa bei Vertragshändlern nicht unterbunden. Diese iPhones würden "weiterhin von Dritten in enormen Stückzahlen im Inland vertrieben."

Apple legt Berufung ein

Tatsächlich kündigte Apple unmittelbar nach dem Urteil an, einige iPhone-Modelle aus dem Sortiment seiner 15 Ladengeschäfte in Deutschland zu nehmen. Zugleich warb das Unternehmen damit, dass sämtliche iPhone-Modelle unverändert bei Händlern und anderen Vertragpartnern an 4.300 Standorten in Deutschland erhältlich seien.

So bot der Apple-Vertragshändler Gravis alle vier beanstandeten Geräte noch am Donnerstag auf seiner Internetseite an. Zudem legte Apple Berufung gegen das Urteil ein. Obwohl bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung durch das Oberlandesgericht oder den Bundesgerichtshof noch Jahre vergehen können, erlaubte das Landgericht eine sofortige Umsetzung des Verbots.

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