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USA zwingen chinesische Firma, Dating-App Grindr zu verkaufen

Die Dating-App Grindr gehört der chinesischen Firma Kunlun. Diese wird von den USA nun als gefährlich erachtet.
Die Dating-App Grindr gehört der chinesischen Firma Kunlun. Diese wird von den USA nun als gefährlich erachtet.
Foto: Grindr
Die Dating-App Grindr ist vor allem bei homo- und bisexuellen Personen beliebt. Die USA stuft die Besitzer als Gefahr für die "nationale Sicherheit" ein.

Grindr zählt zu den beliebtesten Apps für homo-, bi- und transsexuelle (LGBT) Dating-Fans. Das chinesische Unternehmen Beijing Kunlun Tech Co Ltd, kurz Kunlun, hat 2018 Grindr vollständig übernommen. Jetzt wird der chinesische Besitzer der Dating-App von den USA als "nationales Sicherheitsrisiko" eingestuft.

USA stufen den Besitzer der Dating-App als gefährlich ein

Vergangenen August kündigte Kunlun an, Grindr an die Börse bringen zu wollen. Nun jedoch will das chinesische Unternehmen Grindr schnellstmöglich loswerden. Der Grund dafür scheint darin zu liegen, dass eine US-Behörde die Besitzerschaft der Schwulen-Dating-App als gefährlich für die nationale Sicherheit erachtet.

Nutzer geben HIV-Status an

Das im US-Finanzministerium angesiedelte "Committee on Foreign Investment in the United States" (CFIUS) befürchtet, dass persönliche Daten, die Grindr-Nutzer übermitteln, durch das chinesische Unternehmen in falsche Hände geraten könnten. In diesem Falle wäre das besonders brisant, weil manche Grindr-Nutzer auch ihren HIV-Status bekannt geben. Die App besaß im Jahr 2017 rund 27 Millionen Nutzer.

Grindr soll jetzt verkauft werden

Aus Gründen des Datenschutzes hat CFIUS bereits in der Vergangenheit Übernahmen von US-Firmen durch chinesische Investoren abgelehnt. Der Kunlun-Fall stellt aber eine Seltenheit dar, da die Übernahme bereits abgeschlossen war. Die Übermittlung von Übernahme-Details an CFIUS erfolgt auf freiwilliger Basis. Dennoch hat die Behörde weitreichende Befugnisse.

Kunlun will die bei Homosexuellen beliebte Dating-App Grindr nun im Rahmen einer Auktion verkaufen, berichtet Reuters. Das Unternehmen ist einer der größten Spielekonzerne Chinas. Es zählte auch zu jenem Konsortium, das 2016 den norwegischen Browser-Anbieter Opera um 600 Millionen Dollar übernahm. Grindr oder Tinder sind nichts für dich? Wir haben einige Dating-Apps gefunden, die viel origineller sind. Vorsicht sei aber auch beim Daten geboten, denn Dating-Apps können sehr leicht gehackt werden.

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