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Klage gegen Google: idealo legt sich mit dem IT-Giganten an

Die Wettbewerbskommission hat Googles Geschäftsverhalten bereits seit geraumer Zeit im Visier.
Die Wettbewerbskommission hat Googles Geschäftsverhalten bereits seit geraumer Zeit im Visier.
Foto: dpa
Das Preisvergleichsportal idealo zieht gegen Google vor Gericht. Grund dafür seien mangelnde Nachbesserungen infolge der EU-Kartellstrafe.

Unfairer Wettbewerb wird Google nicht zum ersten Mal vorgeworfen. In der Vergangenheit kassierte der Konzern durch die Europäische Union bereits eine Kartellstrafe in Rekordhöhe. Die damit verbundenen Nachbesserungen reichen nach Ansicht idealos allerdings nicht aus, weswegen das Vergleichsportal nun gegen den IT-Giganten klagt.

Nach Rekordstrafe: Idealo klagt Google an

Eine halbe Milliarde Euro Schadensersatz fordert das Berliner Preisvergleisportal, weil der Suchmaschinenbetreiber seine Machtstellung missbrauche. Der Deutschen Presseagentur dpa zufolge habe Google schrittweise Änderungen an dem Verfahren zur kritisierten Artikelplatzierung vorgenommen. Die EU-Wettbewerbskommissarin Margretze Vestager habe erklärt, es sei zwar eine "positive Entwicklung" zu erkennen, allerdings werde der Markt weiterhin beobachtet.

"Nach wie vor platziert Google seinen Dienst ganz oben in den Suchergebnissen und verschafft sich einen unrechtmäßigen Vorteil", verkündete nun idealo in einer Pressemitteilung. Bereits zuvor hatte das Unternehmen die entsprechende Klage gegen Google im Berliner Landgericht eingereicht.

Wenngleich die Suchmaschine nun Nutzer entscheiden lasse, ob sie Vergleichsseiten oder direkte Anbieter angezeigt bekommen, sorge der Konzern nach Ansicht idealos noch immer nicht für die notwendige Gleichbehandlung. Die jüngste Strafe der EU-Wettbewerbshüter gegen Google belief sich übrigens auf satte 1,49 Milliarden Euro.

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