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Wird Tesla sterben? Hier sind 5 Gründe dafür und dagegen

Sa, 04.05.2019, 15.43 Uhr

Bei Tesla ist immer etwas los

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Bei Tesla ging es in letzter Zeit äußerst turbulent zu. Viele sprachen vom Aus von Elon Musks Unternehmen. Die Aktionäre konnte er jedoch begeistern. Haben die Elektroautos eine Überlebenschance oder sind sie wirklich dem Tod geweiht?

Elon Musk hat eine schwere Zeit hinter sich. Produktionsschwierigkeiten mit dem Model 3, ein schwankender Aktienkurs und die immer größere Konkurrenz haben dazu geführt, dass viele bereits darüber sprachen, dass sein Elektroautounternehmen Tesla sterben wird. Doch dann kam die jüngste Aktionärsversammlung und eine große Überraschung: Musk kommt mit positiven Ankündigungen um die Ecke – und die Aktie steigt. Ist Tesla damit über den Berg? Wir haben je fünf Gründe dafür und dagegen gesucht.

Wird Tesla sterben? Das spricht dafür und dagegen

Tesla scheint ständig am Rande des Abgrunds zu stehen. In letzter Zeit häuften sich die Schreckensmeldungen sogar. Leicht könnte man denken, mit dem Unternehmen sei es vorbei, Tesla wird sterben. Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer für CEO Elon Musk und seinen Elektroautokonzern. Das Für und Wider den Tesla-Tod in je fünf Gründen.

5 Gründe, aus denen es mit Tesla endgültig bergab gehen könnte

Elon Musk bestätigt: Tesla steht vor dem Ende – wenn diese Maßnahme nicht erfolgt
  1. Selbst Elon Musk scheint zuweilen nicht an Tesla zu glauben. Bereits Ende 2018 enthüllte er, was viele Experten ahnten: Tesla stand kurz vor dem Abgrund. Dabei sprach er von der Zeit während des Anlaufs des Model 3. Vor allem die Produktionsprobleme führten Musk schließlich im Mai 2019 zu der Prognose, dass Tesla noch 2019 das Aus drohen werde. Deshalb gilt im Unternehmen nun ein strenger Sparkurs.
  2. Elon Musk ist aber auch bekannt dafür, derart impulsiv Prognosen zu treffen und damit seine Aktionäre zu verunsichern – ob er nun öffentlich kifft oder einen Streit mit einem britischen Taucher ausfechtet. Tesla kann jedenfalls gut auf Musk als CEO verzichten.
  3. Die Frage ist auch, wie lange die Mitarbeiter die Turbulenzen, die Sparkurse und die Exzentrik ihres CEOs noch mitmachen. Im Vergleich zu seinen Tesla-Angestellten verdient Musk unverschämt viel. So viel, dass es das größte Lohngefälle bei Aktiengesellschaften überhaupt ist. Die mutmaßlich miese Stimmung könnte das Geschäft gefährden.
  4. Neue Tesla-Projekte kosten zu viel. Auch wenn das Model 3 2018 in den USA das meistverkaufte Luxusauto war, steht noch sehr viel auf der To-Do-Liste, das Kosten verursacht: der Start der Produktion in China, der Tesla Pick-up, der Start des SUV Model Y und und und. Wie AndroidPit berichtet, muss das Unternehmen in der Lage sein, schneller Autos zu bauen. Ob das klappt?
  5. Die Konkurrenz auf dem Elektroautomarkt ist groß. Immer mehr Hersteller springen auf den Trend auf – und nicht nur mit Luxuskarren. Man denke nur an den VW eUP, den Citroen C-Zero, den Kia e-Niro, den Nissan Leaf oder den e.Go.Life, der das elektrische Volksauto werden will. Von denen jedenfalls ist noch keiner wegen eines Autopiloten verunglückt wie ein Tesla.

5 Gründe, aus denen es mit Tesla endlich wieder bergauf gehen könnte

  1. Im Mai 2019 konnte Elon Musk noch einmal 2,7 Milliarden Dollar auftreiben, um dafür zu sorgen, dass Tesla nicht stirbt. Bei der Jahreshauptversammlung zeigte sich Elon Musk optimistisch und versprach eine Monster-Reichweite und ein neues Rekordquartal. Immerhin waren die Teilhaber von seinem Auftritt so begeistert, dass der Aktienkurs in die Höhe schnellte.
  2. À propos Börse: Die Tesla-Aktie, die zeitweise bei unter 200 US-Dollar lag, stieg wieder an. Ob sie sich langfristig erholen wird, bleibt abzuwarten. Business Insider vermutet, dass sie zu schnell und zu tief gefallen war und Experten bereits ein Comeback erwarten. Für das Unternehmen würde das nach einer Berg- und Talfahrt endlich wieder ein wenig Sicherheit bedeuten.
  3. Die Elektroauto-Konkurrenz ist zwar im Anmarsch, doch Tesla hat wegen drei Komponenten einen Riesenvorteil, den ihm noch kein Wettbewerber abringen konnte. Die Frage ist auch, ob sie das wirklich wollen. So wies ein Morgan-Stanley-Analyst kürzlich darauf hin, dass Tesla im Mai auf dem US-Markt wahrscheinlich dreimal so viele Autos verkauft habe wie andere Unternehmen mit Elektrofahrzeugen.
  4. Das wiederum bedeutet: Je mehr Tesla-Autos auf den Straßen unterwegs sind, desto unwahrscheinlicher werden Fehler. Das Model 3 hatte einen harten Marktstart, das System versagte, man musste improvisieren und bot Kunden standardmäßig zusammengebaute Teslas zum Sofortkauf an. Wie einige andere ist diese Hürde jedoch genommen worden. Nach den Problemen folgt jetzt wahrscheinlich die erhoffte Etablierung bei den Kunden.
  5. Viel Lärm um nichts: Laut Business Insider hat sich Tesla schon öfter in der zweiten Jahreshälfte wieder erholt. Lange wurde nach Regelmäßigkeiten in den Bewertungen des Elektroautoherstellers gesucht, und das ist das bisherige Ergebnis. Eine Regeneration war demnach quasi erwartbar. Musk wird auch wieder entspannter. Worum sollte man sich also Sorgen machen?

Wird Tesla sterben? Eine Ansichtssache

Wer an Tesla denkt, denkt an Elon Musk, das hat sich der CEO durch seinen Führungsstil so zurechtgelegt. Die Entscheidung, ob Musk nun ein Weltverbesserer oder ein Schwätzer ist, bleibt am Ende jedem selbst überlassen. Das öffentliche Interesse an seiner Person wird langfristig aber nicht zielführend für sein Unternehmen sein. Noch kann er Investoren überzeugen, doch wenn die Probleme der vergangenen Monate nicht endgültig gelöst werden und Musk seine jüngsten Versprechungen nicht wird einhalten können, steht es schlecht um die Zukunft des Elektroautoherstellers.

Letztlich gilt wohl am ehesten eines: Soll Tesla nicht untergehen, muss Elon Musk 2019 alles geben.

Elon Musk muss alles geben
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