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Düstere Zukunft für Apple: Das iPhone hält schon lange nicht mehr, was es verspricht

Apple muss sich langsam für einen Plan B entscheiden.
Apple muss sich langsam für einen Plan B entscheiden.
Foto: imago images/ZUMA Press
Als Tim Cook im September bei der Keynote das neue iPhone enthüllte, rechnete niemand damit, dass damit auch schockierende Nachrichten einher gehen würden.

Das iPhone 11 wurde im September offiziell von Apple-CEO Tim Cook vorgestellt. Doch es machte nicht durch seine einzigartige Technologie auf sich aufmerksam, sondern durch seinen Preis. Denn dieses Mal setzte Apple nicht noch eins drauf, sondern senkte den Preis des Smartphones – doch nicht, um seinen Kunden entgegenzukommen, sondern es sollte wohl ein Schritt der Verzweiflung sein.

Apples Führungsrolle könnte angekratzt werden

Apple war in den Anfängen vor allem für seine Notebooks oder Computer bekannt, doch mittlerweile hat sich das Unternehmen zunehmend auf die Entwicklung von Telefonen fokussiert. Seit das iPhone 2007 auf den Markt kam, hat der Konzern etwa 2,2 Milliarden Geräte verkauft. Dadurch wurden über eine Billionen US-Dollar erwirtschaftet.

Damit legte Apple eine Erfolgsgeschichte hin und die Aktien stiegen auf 2,037 Prozent. Es zählt als das weltweit größte Unternehmen an der Börse. Die Hälfte der Einnahmen von Apple stammt aus iPhone-Verkäufen. Damit ist das iPhone nicht nur das meistverkaufte, sondern auch das profitabelste Produkt von Apple.

iPhone-Fakten
iPhone-Fakten

2015 war ein Wendepunkt für Apple

Daher wäre das Unternehmen heute noch lange nicht so erfolgreich, wenn es das iPhone nicht gäbe. 2015 geriet das Unternehmen an einen Wendepunkt. Das Wachstum der iPhone-Verkäufe sank. Allein im letzten Jahr verkaufte Apple 14 Millionen weniger Geräte als vor drei Jahren. An dieser Entwicklung ist dennoch nichts ungewöhnlich.

Das iPhone war eine bahnbrechende Technologie. Der typische Lebenszyklus eines solches Produktes sieht normalerweise so aus:

  • Die Umsätze steigen sprunghaft.
  • Mit zunehmender Marktreife gehen sie zurück.
  • Irgendwann droht der unvermeidliche Abschwung.

Apple verlängerte den iPhone-Lebenszyklus dadurch, dass viele Menschen damals noch kein Handy besaßen. Nachdem die Verkaufszahlen sanken, stiegen die Preise. So konnte der Umsatzrückgang ausgeglichen werden. Die Entwicklung der iPhone-Preise im Überblick:

  • 2010: iPhone 4 für 599 US-Dollar (rund 540 Euro)
  • 2017: iPhone 8 für 849 US-Dollar (rund 770 Euro) und iPhone X für 1.149 US-Dollar (rund 1.040 Euro)

Abgesehen vom Umsatz gab es für Apple allerdings noch einen weiteren Grund, weswegen die Preise erhöht werden mussten. Die Produktionskosten für das iPhone stiegen stetig an.

Apple stellte neue Preisrekorde auf

Die ständig wachsenden Kosten mussten ausgeglichen werden. Doch es war nur eine Frage der Zeit, bis sich Kunden wehren würden, solche Preise zu bezahlen. So musste das Unternehmen reagieren und auch eine erschwinglichere Variante seiner Telefone herausbringen. Das tat es erstmals im September 2018, als es das iPhone XR vorstellte. Obwohl es dem iPhone X sehr nahe kam, kostete es nur 749 US-Dollar (etwa 680 Euro).

Dieses Jahr setzte Apple noch eins drauf: Das iPhone 11 startete bei einem Preis von 699 US-Dollar (circa 630 Euro). Ein verzweifelter Versuch, um weiterhin das Rennen auf dem Smartphone-Markt zu machen? Stattdessen verkauft das Unternehmen nun weniger iPhones und verdient auch noch weniger daran, wie Forbes berichtet.

Im vergangenen Quartal verdiente Apple mit dem iPhone 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Das ist für den Konzern ein Verlust von 20 Milliarden US-Dollar (etwa 18 Milliarden Euro). Apples Kerngeschäft läuft aus dem Ruder. Das Unternehmen erkennt diese Entwicklung, doch lässt sich ein Plan B nicht über Nacht entwerfen.

Dass Apples iPhone ein sinkendes Schiff ist, zeigt auch der Relevanzverlust des Flaggschiffs. Die iPhone-Alternative könnte die neue Apple Glass werden.

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