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Erschreckender Bericht: Für Amazon-Pakete sollen Menschen gestorben sein

Angeblich sollen durch den gestiegenen Stress bei der Lieferung von Amazon-Paketen tödliche Unfälle passiert sein.
Angeblich sollen durch den gestiegenen Stress bei der Lieferung von Amazon-Paketen tödliche Unfälle passiert sein.
Foto: APA - Austria Presse Agentur
Amazon-Pakete müssen immer schneller beim Kunden abgeliefert werden. Angeblich soll das bereits dazu führen, dass es unter den Mitarbeitern Tote gibt.

Amazon ist praktisch, sorgt aber immer wieder auch für erschreckende Nachrichten. So wie diese. Eine Investigativ-Plattform enthüllt, dass es in den vergangenen Jahren zu einigen Toden gekommen sei, als Amazon-Mitarbeiter für das Unternehmen unterwegs waren. Die Ursachen dafür gehen bis auf die Kunden und ihre Amazon-Pakete selbst zurück.

Tod von Amazon-Mitarbeitern: Sind unsere Amazon-Pakete Schuld?

Der Zeitdruck, mit dem Amazon-Pakete an Kunden ausgeliefert werden müssten, soll in den vergangenen drei Jahren zu mehreren tödlichen Unfällen geführt haben. Das will die bekannte US-amerikanische Investigativ-Plattform Pro Publica herausgefunden haben. Aus ihrem detaillierten Enthüllungsbericht geht hervor, dass seit 2015 zehn Menschen durch die Auslieferung von Bestellungen zu Tode gekommen seien.

Das Portal will das aus internen Dokumenten erfahren haben. Am zunehmend stressigen Arbeitsalltag der Angestellten sind sicherlich auch irgendwie die Kunden selbst beteiligt. Es ist aber zu leicht, die Tode durch die Amazon-Mitarbeiter darauf zurückzuführen.

Es stimmt, dass die Online-Bestellungen weltweit immer mehr zunehmen. Vielmehr soll es aber wohl aus Zeitgründen in einigen Fällen keine Fahrtrainings für neue Mitarbeiter gegeben haben. Das soll der eigentliche Grund für die tödlichen Unfälle sein, wie es in dem Bericht weiter heißt. Immer wieder würden Amazon-Paketzusteller die Tempolimits nicht einhalten und Verkehrsschilder missachten.

Zusätzlich zu den Unfällen mit Todesursache sei es außerdem im genannten Zeitraum zu mehr als 60 Unfällen mit teilweise schweren Verletzungen gekommen sein, in die die Zusteller beim Ausliefern von Amazon-Paketen involviert waren.

Jeff Bezos: "Sicherheit Amazons oberste Priorität"

Pro Publica zitiert auch einen öffentlichen Brief, in dem sich im September 2019 mehrere US-Senaotoren an Amazon-Gründer und CEO Jeff Bezos gewandt haben. Darin fordern sie eine klare Stellungnahme des Unternehmens zu den Unfällen. "Unschuldige – im Alter von nur 9 Monaten – haben ihr Leben verloren und schwere Verletzungen erlitten, weil die Fahrer von Amazon unsachgemäß trainiert und unter immensen Druck gesetzt wurden, die Lieferfristen einzuhalten."

Es sei "einfach nicht akzeptabel, dass Amazon sich wegdreht, während die Fahrer in potenziell unsichere Fahrzeuge gezwungen werden und ihnen ein gefährliches Arbeitspensum auferlegt wird". Angeblich hat Jeff Bezos selbst nicht auf den Brief geantwortet, dafür aber ein Interessenvertreter, der behauptete, dass "Sicherheit Amazons höchste Priorität ist".

Ob dieser Zug des Unternehmensgründers klug war, wird sich noch zeigen. Vielleicht ist eine Lieferung an eine Amazon-Packstation die bessere Idee. Derweil verrät Jeff Bezos, was die "wahrscheinlich schlaueste Sache" bei Amazon je war. Die Tode durch gestresste Amazon-Mitarbeiter waren es sicher nicht. Im August 2019 hatte dieser Amazon-Skandal um Alexa und Co. für Aufsehen gesorgt.

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