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Sogar Facebook kritisiert jetzt Apples App-Store nach "Fortnite"-Debakel

Immer mehr Anbieter im App Store von Apple sind sauer über die Abgabe bei In-App-Käufen. Jetzt auch Facebook.
Immer mehr Anbieter im App Store von Apple sind sauer über die Abgabe bei In-App-Käufen. Jetzt auch Facebook.
Foto: iStock/Deagreez
Ist der App-Store von Apple bald am Ende? So scheint es zumindest nachdem immer mehr Kritiker sich gegen die Abgaben bei In-App-Käufen auflehnen und Apple angreifen, darunter auch Facebook.

Am Wochenende stellte Facebook auf seinem Blog eine neue Funktion vor. Darin wird eine attraktive Möglichkeit für Unternehmen beworben, über die Social-Media-Plattform Facebook kostenpflichtige Veranstaltungen zu organisieren. Gemeint sind damit Kochkurse, Yoga-Stunden und andere Events in kleineren und größeren Gruppen. Das Besondere daran: Veranstalter erhalten den gesamten Erlös der Veranstaltungen. Außer durch die In-App-Käufe von Nutzern von Apples iPhones und iPads. Der App Store von Apple ermögliche es einfach nicht, dass die Unternehmen ganz profitieren.

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App Store von Apple von überall in der Kritik

Facebook schreibt konkret im Blogbeitrag zu ihrer neuen Funktion, bei dem sie während der Corona-Pandemie vor allem kleinen und mittleren Unternehmen unter die Arme greifen wollen: "Wir baten Apple, die App-Store-Steuer von 30 Prozent zu reduzieren oder uns Facebook Pay gebrauchen zu lassen, damit wir den Geschäften, die durch die Covid-19-Pandemie straucheln, die Kosten abnehmen". Doch der App Store von Apple mit seinen dubiosen In-App-Käufen mache dies unmöglich. Dazu Facebook weiter: "Bedauerlicherweise wurden beide Anfragen abgelehnt und die kleinen und mittleren Unternehmen werden nur 70 Prozent von ihren hart verdienten Erlösen erhalten."

Doch ist Facebook mit seiner Kritik am App Store von Apple berechtigt. Schon seit der Einführung des App Stores 2008 verlangt Apple von seinen Anbietern eine Abgabe von 30 Prozent bei Käufen innerhalb von Apps auf den hauseigenen iPhones und iPads. Doch in letzter Zeit rebellieren immer mehr Anbieter gegen die Firmenpolitik, die von Gründer Steve Jobs einst nur eingeführt wurde, um die Kosten zur Erhaltung des App Stores zu decken. Doch mittlerweile soll Apple mit In-App-Käufen massiv Kohle machen. Die Situation ist nicht anders beim Konkurrenten Google, der auch 30 Prozent des App-Kaufpreises über seine Plattform Play Store kassiert. Doch die Android-Apps von Google kann man auch anderswo herunterladen, oft auch ohne Kosten.

Facebook schließt sich Kritik am App Store an

Facebook ist nicht der erste Online-Riese, der gegen die App Store-Politik von Apple wettert. Zuvor griffen die Macher des populären Online-Games "Fortnite" Apple an. Als die Entwicklerfirma Epic Games virtuelle Artikel günstiger direkt bei ihr zum Kauf anbot, wurde "Fortnite" aus den App Stores von Apple und Google geschmissen. Darauf verklagte Epic Games Apple und Google und rief seine angeblich über 350 Millionen Nutzer zu Protesten gegen die App Store-Politik der Tech-Giganten auf.

Ein anderes beliebtes App Store wird bald dicht gemacht. So einfach kannst du eine App umbenennen. Mit diesen Tricks kannst du dein Google Play Store-Guthaben leicht abstauben.