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Tesla-Akkus bald ganz ohne Kobalt? Elon Musk verrät seine Pläne

Mit den Tesla-Akkus könnte Elon Musk einen völlig neuen Weg einschlagen.
Mit den Tesla-Akkus könnte Elon Musk einen völlig neuen Weg einschlagen.
Foto: imago images / ZUMA Press
Wie die Batterien beinahe aller Elektroautos benötigen auch Tesla-Akkus Kobalt. Das soll sich jedoch schon sehr bald ändern.

Kobalt (auch Cobalt) ist ein chemisches Element, das für die Herstellung von Batterien, die beispielsweise für Elektroautos genutzt werden, unerlässlich scheint. Doch wird das Erz unter ausgesprochen fragwürdigen Bedingungen gefördert und häufig sind es Kinder, die den Rohstoff in kongolesischen Minen abbauen müssen. Tesla-Akkus sollen in Zukunft nicht mehr darauf angewiesen sein, verspricht der Unternehmer Elon Musk.

YouTube-Video: Tesla Battery Day

Tesla-Akkus ohne Kobalt: So soll's gehen

Im Rahmen des Tesla Battery Days 2020 gab der Tesla-Chef nicht nur bekannt, dass er bis 2023 ein Modell zum Preis von gerade mal 25.000 US-Dollar auf den Markt bringen will. Vielmehr stand der Weg zu diesem und anderen Zielen im Fokus. Der Verzicht auf Kobalt, eigener Lithium-Abbau und "Spezial-Silizium" sollen es ermöglichen die Kosten und vor allem den ökologischen Fußabdruck bei der Produktion von Tesla-Akkus zu optimieren. Eine Zell-Chemie mit hohem Nickel-Anteil und ohne Kobalt soll den Platz des Elements an den Kathoden der Batterien ersetzen.

Demnach habe sich der Konzern die Schürf- und Förderrechte an einem großen Lithium-Vorkommen in Nevada gesichert. Auf einer Fläche von rund 4.000 Hektar soll Tesla somit selbst die Arbeitsbedingungen seiner Angestellten sichern können, und zugleich unabhängiger in Bezug auf die Gewinnung des für die Batterie-Herstellung notwendigen Rohstoffs werden.

Das chemische Element Silizium (auch Silicium) hingegen soll an den Anoden der Batterie-Zellen durch eine Eigenkreation ersetzt beziehungsweise optimiert werden. Sogenanntes "Tesla-Silizium" neige weniger zu gefährlichen Rissen. Zwar wird auch dieser "hauseigene" Stoff aus Rohsilizium gewonnen, anschließend aber mittels einer elastischen Polymer-Beschichtung stabilisiert und durch ein stark elastisches Bindemittel zu einem robusten Netz verbunden.

Elon Musk hat große Pläne

Schon im Voraus zum Battery Day spekulierten Branchenexperten, was Elon Musk über die neuen Innovationen der Tesla-Akkus enthüllen könnte. Umso erstaunlicher wirken nun allerdings die tatsächlichen Pläne. Während es aber für die Entwicklung der neuen Batterie vorwärts zu gehen scheint, steht die neue Gigafactory bei Berlin vor einem Scheideweg. Die EU-Kommission könnte dem gesamten Vorhaben einen Strich durch die Rechnung machen.

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