Sony Interactive Entertainment (SIE) hat am Konsolen-, aber auch am gesamten Videospielmarkt, eine wichtige Rolle inne. Vor allem mit dem hauseigenen PlayStation Store behält der Konzern ganz genau im Blick, was PS4- und PS5-Spieler vorgesetzt bekommen. Am US District Court im Northern District von Kalifornien (San Francisco) wird aus ebendiesem Grund nun der Fall „Caccuri v. Sony Interactive Entertainment LLC“ verhandelt.

Im PlayStation Store: Spieler:innen zahlen bis zu 175 % mehr

Nutzer von SIEs Services behaupten in einer Klage, dass Sonys Entscheidung aus dem Jahr 2019, Drittanbieter vom Verkauf digitaler Codes für PlayStation-Spiele abzuhalten, ein unfaires Monopol geschaffen habe. Konkret betroffen gewesen seien damals Händler wie Amazon, Walmart und Best Buy. Anstelle eines vielfältigen Marktes seien Spieler nun auf die Preisgestaltung im PlayStation Store angewiesen.

„Sonys Monopol erlaubt es dem Unternehmen, überhöhte Preise für digitale PlayStation-Spiele zu verlangen, die deutlich höher sind als die ihrer physischen Gegenstücke, die in einem wettbewerbsfähigen Einzelhandelsmarkt verkauft werden, und deutlich höher, als sie in einem wettbewerbsfähigen Einzelhandelsmarkt für digitale Spiele sein würden“, zitiert Bloomberg Caccuri und seine Mitstreiter.

Sony würde dadurch bewirken, dass Spieler:innen am Ende gut 175 Prozent mehr für herunterladbare Spiele zahlen würden, als wenn sie auf alternativen auswichen. Bislang hat Sony noch nicht auf die Vorwürfe reagiert.

Sony in der Kritik

Allerdings sind es nicht nur diese Praktiken im PlayStation Store, die derzeit Blicke auf den Videospiel- und Konsolenentwickler lenken. So sind im Rahmen eines Rechtsstreits zwischen Epic Games und Apple erst jüngst kontroverse Dokumente aufgetaucht. Diese zeigen, wie sehr sich der Konzern gegen die Crossplay-Funktion der PS4 wehrt. Parallel dazu will das japanische Unternehmen nun noch mehr Geld in exklusive PS5-Spiele stecken.

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