Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Mark Spiegel gilt als ausgesprochen aggressiver Shortseller. Bei einem Short wettest du auf den fallenden Kurs einer Aktie. An den Kursen des Automobilkonzerns Tesla hat sich schon so mancher von ihnen die Zähne ausgebissen. So wird die Tesla-Aktie nicht selten als überbewertet bezeichnet, steigt aber dennoch immer weiter. Damit könnte bald Schluss sein.

„Tesla wird vernichtet werden“

Mit seinen Prognosen macht Spiegel vor allem via Twitter immer wieder auf sich aufmerksam. Nun zieht er den Vergleich zwischen Tesla und Netflix. Anders als die Kurse des Autobauers musste der Streamingdienst nämlich seit Ende November ordentlich einstecken. Grund dafür ist mitunter die Abwanderung diverser Abonnentinnen und Abonnenten. Der jüngste Quartalsbericht des Unternehmens sorgte abermals für starke Einbrüche am Markt.

„Tesla wird in jedem Preissegment vernichtet werden“, ist sich der Hedgefonds-Manager sicher. „Zu beobachten, wie diese neuen Fabriken überschüssige Lagerbestände anhäufen, wird wunderschön sein!“

Immerhin habe auch Netflix über viele Jahre hinweg „absurde“ Bewertungen erzielt. War Tesla lange Zeit noch unbestrittener Marktführer seines Segments, strömen doch mittlerweile immer mehr Wettbewerber auf den Markt. Unter ihnen bekannte Namen wie Volkswagen, BMW, General Motors, Ford und Hyundai. Sobald sich der Engpass an Elektroautos auflöse, komme es zu „drastischen“ Preisreduzierungen, zitiert Der Aktionär. Darunter werde auch die Tesla-Aktie leiden.

Keine Rettung aus dem Energiesektor

Doch ist es nicht nur das E-Auto-Segment, in dem Elon Musk mit Tesla tätig ist. Allerdings habe Tesla Energy im ersten Quartal 2022 lediglich 616 Millionen US-Dollar eingespielt. Die Kosten lagen bei 688 USD, was zu einer negativen Rohmarge führe. „Falls Tesla also wirklich eine Energie-Firma ist, ist sie noch mehr aufgeschmissen“, konstatiert Spiegel.

Quellen: Twitter/@StanphylCap; Der Aktionär

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