Digital Life 

Pokémon Go: Russischer Blogger verurteilt

Spielen in der Kirche wird in Russland nicht gern gesehen.
Spielen in der Kirche wird in Russland nicht gern gesehen.
Foto: Pokemon Company
Weil er in einer Kirche das beliebte Spiel gespielt hatte, wurde Ruslan Sokolowski nun von einem Gericht schuldig gesprochen, religiöse Gefühle verletzt zu haben.

Der Blogger ist zu dreieinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden, während die Anklage im Vorfeld dreieinhalb Jahre Lagerhaft beantragt hatte. Sokolowski selbst beteuerte seine Unschuld.

Blogger ist froh, dass er frei bleibt

Sokolowski hatte im Sommer 2016 einen Video-Clip ins Internet gestellt. Darin ist zu sehen, wie er in einer orthodoxen Kirche das Smartphone-Spiel "Pokémon Go" spielt. In dem Spiel wird auf echten Straßen und in Gebäuden nach virtuellen Figuren gesucht.

Video des Bloggers Ruslan Sokolowski beim Pokémon Go spielen in einer Kirche

"Ich finde, das ist fast ein Freispruch", sagte Sokolowski. "Ich bin froh, dass ich in Freiheit bleibe." Der 22-Jährige kündigte an, er werde nun für den Bürgermeister von Jekaterinburg, Jewgeni Rojsman, arbeiten. Rojsman hatte sich in dem Verfahren für Sokolowski eingesetzt. Menschenrechtler kritisierten den Prozess.

Sokolowski hatte sein "Pokémon"-Video in der Blut-Erlöser-Kathedrale, der größten Kirche von Jekaterinburg, gedreht. An dem Ort der heutigen Kirche waren 1918 der letzte russische Zar Nikolaus II. sowie dessen Familie von Bolschewisten ermordet worden.

Das könnte auch interessant sein:

Zu den Kommentaren

Neueste Videos von futurezone in der Autoplay Video Playlist

Die neuesten Videos von futurezone.

Neueste Videos von futurezone in der Autoplay Video Playlist

Beschreibung anzeigen