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Cyber-Attacke: englische Krankenhäuser werden erpresst

Eine Ransomware verschlüsselt die Festplatte des Computers. Überweist der Angegriffene nicht binnen kürzester Zeit einen festgelegten Beitrag, verliert er den Zugriff auf seine Daten.
Eine Ransomware verschlüsselt die Festplatte des Computers. Überweist der Angegriffene nicht binnen kürzester Zeit einen festgelegten Beitrag, verliert er den Zugriff auf seine Daten.
Foto: F-Secure
Eine Ransomware zwingt die Opfer zu einer Bitcoin-Zahlung. Viele Arztpraxen sind vorsorglich vom Netz gegangen.

Eine groß angelegte Cyber-Attacke hat in England die Computer in mehreren Krankenhäusern und ihren Trägerorganisationen lahmgelegt. Das teilte die staatliche Gesundheitsdienst NHS mit. 16 Organisationen des NHS seien am Freitag betroffen gewesen, hieß es in einer Mitteilung. Darunter Krankenhäuser in London, Blackpool, Hertfordshire and Derbyshire. Der Angriff sei aber nicht auf das Gesundheitswesen beschränkt. Patienten wurden gebeten, nur in dringenden Fällen in Notaufnahmen zu kommen, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA. In vielen Arztpraxen seien vorsorglich alle Computer heruntergefahren worden.

Möglicherweise handle es sich um die Schadsoftware „Wanna Decryptor“, teilte der NHS mit. Im Internet kursierten Bilder, auf denen angeblich die Bildschirme betroffener Rechner zu sehen waren. Darauf erscheint eine Geldforderung in der virtuellen Währung Bitcoins. Sollte der geforderte Betrag nicht innerhalb von sieben Tagen bezahlt werden, würden alle Daten gelöscht, so die Drohung.

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