Digital Life 

Microsoft gibt Regierungen Mitschuld an weltweiten Cyber-Angriffen

Foto: Michel Euler / AP
Der Konzern sieht die Geschehnisse als einen Weckruf. Das Verheimlichen von Sicherheitslücken durch Regierungsbehörden hätte dazu beigetragen, dass die Attacken so effektiv gewesen wären.

Der Angriff sei ein weiteres Beispiel, warum das Lagern von Schadprogrammen durch Regierungen ein solches Problem sei, schrieb Microsoft-Präsident Brad Smith in einem Blog am Sonntag. Der Angriff sollte ein Weckruf sein. Ein vergleichbares Szenario mit konventionellen Waffen wäre, wenn dem US-Militär einige seiner "Tomahawk"-Marschflugkörper gestohlen würden.

Microsoft-Sicherheitslücke von NSA aufgehoben

Bei der Attacke am Freitag nutzte die Software eine Sicherheitslücke im Microsoft-Betriebssystem Windows aus, über die sie automatisch neue Computer anstecken konnte. Diese Schwachstelle hatte sich einst der US-Geheimdienst NSA für seine Überwachung aufgehoben, vor einigen Monaten hatten unbekannte Hacker sie aber publik gemacht.

Weltweite Erpressung durch Trojaner

Betroffen von dem Angriff waren Computer auf der ganzen Welt. Sie wurden von sogenannten Erpressungstrojanern befallen, die sie verschlüsseln und Lösegeld verlangen. Microsoft hatte zwar im März die entsprechende Sicherheitslücke geschlossen - geschützt waren aber nur Computer, auf denen das Update installiert wurde.

Zu den Kommentaren

Neueste Videos auf futurezone.de

Beschreibung anzeigen