Digital Life 

Facebook, YouTube, Twitter und Microsoft gründen "Global Internet Forum" gegen Terror-Propaganda

Ein Zusammenschluss der Internet-Riesen soll das Netz von Terror frei halten.
Ein Zusammenschluss der Internet-Riesen soll das Netz von Terror frei halten.
Foto: Pexels
Mit vereinten Kräften und gestärkter Zusammenarbeit wollen die Internet-Konzerne jetzt gegen terroristische Inhalte im Netz vorgehen.

"Die Verbreitung von Terrorismus und gewalttätigem Extremismus ist ein drängendes globales Problem und eine kritische Herausforderung für uns alle", heißt es in einem Blogeintrag von Twitter. Man nehme die Probleme sehr ernst.

Facebook, Twitter und Co. wollen technische Erkenntnisse austauschen

Mit der neuen Initiative wollen die vier Tech-Schwergewichte ihre Technologien und Erfahrungen beim Kampf gegen Terrorismus noch effizienter teilen. Gemeinsam wollen sie Techniken zum besseren Erkennen von terroristischen oder gewalttätigen Beiträgen im Netz erarbeiten und ihre Erkenntnisse austauschen. Ziel ist es dabei, die einzelnen Anstrengungen zu bündeln und auch stärker mit Regierungen und Institutionen zusammenzuarbeiten sowie ihre Erfahrungen mit kleineren Unternehmen zu teilen.

Digitaler Fingerabdruck durch bereits gelöschte Inhalte

Bereits im Dezember hatten die vier Unternehmen eine gemeinsame Datenbank für das Aufspüren solcher Inhalte angekündigt. Darin sollten bereits gelöschte Beiträge, Fotos oder Videos gesammelt werden, die mit einem digitalen Fingerabdruck versehen wurden. Das Aufspüren solcher Inhalte soll damit automatisiert und erheblich erleichtert werden.

Besonders YouTube, Facebook und Twitter in der Kritik

Das "Global Internet Forum" baue auf Initiativen wie dem EU Internet Forum auf, heißt es in dem Blog-Beitrag. Es solle die derzeitige und künftige Zusammenarbeit besser strukturieren. Vor allem dem Google-Dienst YouTube, Facebook und Twitter wurde zuletzt immer wieder vorgeworfen, zu wenig gegen terroristische oder kriminelle Inhalte auf ihren Plattformen zu unternehmen. Mit einem umstrittenen neuen Gesetz will die Bundesregierung die Plattformbetreiber hier stärker in die Pflicht nehmen.

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