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Kostenlose Hotspots an öffentlichen Plätzen: EU-Parlament gibt grünes Licht

Das WLAN-Symbol dürfte bald an zahlreichen öffentlichen Plätzen auftauchen.
Das WLAN-Symbol dürfte bald an zahlreichen öffentlichen Plätzen auftauchen.
Foto: Soeren Stache / APA/dpa
In Straßburg stimmten die EU-Abgeordneten der Vorlage zu, tausende EU-finanzierte WLAN-Spots an öffentlichen Plätzen frei zugänglich zu machen.

Unterhändler der EU-Staaten und des EU-Parlaments hatten sich zuvor bereits darauf verständigt, in ganz Europa bis zu 8.000 kostenlose öffentliche Internet-Zugänge einzurichten. Dafür sind rund 120 Millionen Euro vorgesehen.

Gemeinden können sich für Gutschein bewerben

Gemeinden und öffentliche Einrichtungen sollen sich nun direkt über ein Online-Portal für Internet-Gutscheine bewerben können, mit denen bis zu 100 Prozent der Anfangskosten abgedeckt werden sollen. Die Gemeinden können die Service-Dienstleister allerdings selbst auswählen. Am 15. November werden alle notwendigen Kriterien veröffentlicht, die für die Einrichtung der geförderten Hotspots zu beachten sind.

Bisher bekannt ist, dass es in der betreffenden Gemeinde keine Konkurrenz durch gewerbliche Anbieter und keine bereits existierenden ähnlichen privaten oder öffentlichen Angebote geben darf. Wer einen Zuschlag bekommt, muss den Hotspot für mindestens drei Jahre zur Verfügung stellen und die Unterhaltskosten tragen. Sie hoffe, dass die ersten 1.000 Gutscheine bis Anfang 2018 zugeteilt werden können, sagte EU-Digitalkommissarin Mariya Gabriel.

Einheitlicher, europaweiter Log-in geplant

Nutzer sollen sich damit künftig über einen in ganz Europa einheitlichen Log-in in unterschiedlichen Sprachen mit dem Internet verbinden können. Ihre persönlichen Daten dürfen dabei nicht für kommerzielle Zwecke weiterverwendet werden. Ziel der Initiative ist es, öffentliche Hotspots in vielen unterschiedlichen EU-Ländern einzurichten. Zu diesem Zweck sollen auch noch Informationskampagnen gestartet werden.

Österreich als Vorzeigeprojekt

In Österreich gilt Linz bei den bereits vorhandenen WLAN-Hotspots als Vorreiter: Die ersten Hotspots hat die Stadt bereits 2004 installiert, 2014 kam ein Projekt in den Linzer Bussen hinzu. Insgesamt gibt es jetzt mehrere hundert Hotspots, die regelmäßig genutzt werden. „Heute wird die WLAN-Bim [WLAN-Straßenbahn, Anm. d. Red.] sogar in London als Vorzeigeprojekt präsentiert“, erklärt Christian Forsterleitner, Vizebürgermeister der Stadt Linz.

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Vor der Apple Keynote: Alles, was ihr zu den neuen Geräte wissen müsst

Tim Cook bei der Keynote im Jahr 2012.
Tim Cook bei der Keynote im Jahr 2012.
Foto: Mike Deerkoski, Tim Cook WWDC 2012, CC BY 2.0

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