Digital Life 

Casino muss Millionengewinn von defektem Automaten nicht auszahlen

Am Automat hatte der Betroffene Glück, später vor Gericht dann nicht.
Am Automat hatte der Betroffene Glück, später vor Gericht dann nicht.
Foto: AP
Seit sieben Jahren versucht ein Mann seinen Gewinn von über 1,3 Million Dollar von einem US-Casino zu bekommen. Ein Gericht entschied jetzt den Fall.

Der defekte Glücksspielautomat ist mittlerweile fast schon ein alter Schmäh. Ein Casinobesucher knackt den Jackpot und das Casino verweigert die Auszahlung mit der Behauptung, dass der Automat defekt sei.

Genau dies ist auch Jerry Rape passiert, berichtet Arstechnica. Er steckte 5 US-Dollar in einen Automaten und gewann 1,377 Millionen US-Dollar. Dachte er zumindest. Anstatt ihn auszuzahlen, wurde ihm gesagt er solle warten, während der Automat abgesperrt wurde. Am nächsten Tag wurde er in ein Hinterzimmer gebracht, wo man ihm mitteilte, dass der Automat „malfunctioned“ war, also defekt.

Rape entschloss um seinen Gewinn zu kämpfen. Weil das Casino zu einem Indianer-Reservat gehörte, versuchte er es beim Gericht des Stammes zu klagen. Die Klage wurde mit der Begründung abgewiesen, dass der Stamm souveräne Immunität habe und deshalb nicht geklagt werden könne.

Glücksspiel sei illegal

Jetzt versuchte es Rape am Staatsgerichthof von Alabama. Dort endet die Geschichte, die vor sieben Jahren in dem Indianer-Casino begann. Das Gericht lehnte am Freitag die Klage ab. Die Begründung ist, dass Glücksspiel in Alabama illegal ist. Man könne dem Kläger nicht helfen, weil es sich hier um einen illegalen Vertrag handle.

Das Glücksspiel in den Indianer-Casinos ist nur erlaubt, weil es sich auf dem Gebiet des Reservats befindet und die Indianer in diesem Immunität haben. Der Anwalt von Rape sagt nach dem Urteil, dass es jetzt vorbei sei. Sein Klient habe alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft.

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Gefundenes iPhone muss nicht entsperrt werden

Nach dem Urteil kann der Finder das iPhone nur noch als Luxus-Briefbeschwerer benutzen.
Nach dem Urteil kann der Finder das iPhone nur noch als Luxus-Briefbeschwerer benutzen.
Foto: Imago

Das Amtsgericht München hat entschieden, dass der ehrliche Finder eines iPhones nicht dessen Freischaltung verlangen darf. Dieser hatte zuvor Klage gegen Apple eingereicht.

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