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Tesla Model 3 darf nicht weiterverkauft werden

Mit der Sperrklausel bei dem Vertrag des Model 3 will Tesla vermutlich Wucherpreise auf dem Gebrauchtwagenmarkt verhindern.
Mit der Sperrklausel bei dem Vertrag des Model 3 will Tesla vermutlich Wucherpreise auf dem Gebrauchtwagenmarkt verhindern.
Foto: Tesla
Wer ein Tesla Model 3 kauft, muss einer absurden Vertragsklausel zustimmen: Das Auto darf ein Jahr lang nicht weiterverkauft werden, erst recht nicht zu einem überhöhten Preis.

Obwohl bereits mit der Auslieferung des Model 3 begonnen wurde, gibt es dennoch kaum Bilder und Videos der neuen Tesla-Fahrzeuge. Der Grund dafür ist offenbar der rigorose Kaufvertrag, wie Donn Bailey auf der Plattform Seeking Alpha berichtet. In diesem gibt es mehrere Klauseln, die die Rechte des Käufers stark einschränken. So darf dieser nichts Negatives über das Fahrzeug auf Social-Media-Plattformen veröffentlichen.

Klauseln nicht unüblich

Des Weiteren verpflichtet man sich, das Fahrzeug mindestens ein Jahr zu behalten. Derartige Klauseln sind bei geförderten Fahrzeugen nicht unüblich. In Kalifornien muss man beispielsweise ein Elektrofahrzeug mindestens 30 Monate lang besitzen, ansonsten müssen die über Subventionen gewährten Rabatte zurückbezahlt werden. Derartige Rabatte werden in Teslas Fall aber nicht angewendet.


Model-3-Besitzer dürfen das Fahrzeug zudem nicht zu einem höheren Preis weiterverkaufen. Damit will der Konzern wohl verhindern, dass das Fahrzeug aufgrund der langen Warteliste zu Wucherpreisen weiterverkauft wird. Ähnliche Fälle wurden bereits in den USA beobachtet. So wollte ein Model-3-Besitzer in Kalifornien das Fahrzeug für 150.000 US-Dollar weiterverkaufen - dreimal so viel wie das Fahrzeug aktuell kostet.

Tesla könnte Funktionen einschränken

Unklar ist, welchen Konsequenzen Käufern bei Vertragsbruch droht und ob diese auch außerhalb der USA Anwendung finden. Bislang wurden erst 260 Stück ausgeliefert.Ein Screenshot zeigt jedoch, mit welchen Folgen SpaceX- und Tesla-Mitarbeiter zu rechnen haben, wenn sie dagegen verstoßen. Diese konnten das Model 3 als sogenanntes „Priority Vehicle“ bestellen und so frühzeitig erhalten.

Bei einem Verstoß droht die Kündigung, Tesla könnte zudem die Funktionalität des Fahrzeuges reduzieren. Zuletzt erweiterte Tesla beispielsweise kurzzeitig per Update die Reichweite von zahlreichen Model S in Florida, damit diese dem Hurrikan entkommen konnten.

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