Am Mittwoch haben wir darüber berichtet, wie Session Replay-Softwares, die viele Websites nutzen, die Daten der Nutzer sammeln. Dazu werten die Softwares unsere Tastatureingaben und Maus-Bewegungen aus, sogenannte Keylogger. Wir haben euch eine Liste mit Tipps zusammengestellt, mit denen ihr euch vor diesem Datenmissbrauch schützen – oder es den Betreibern zumindest schwerer machen könnt !

1. VPN – „Virtual Private Network“ nutzen: Mit einer VPN-Software kann man anonym im Netz surfen, da dadurch die eigene IP-Adresse verschlüsselt wird. Viele Softwares bieten mehrere Standorte zur Auswahl an. So kann man etwa vortäuschen, man hätte eine amerikanische IP-Adresse.

Die VPN-Verbindung funktioniert wie eine Art Tunnel zwischen dem eigenen Server und dem Internet. Dieser Tunnel verhindert, dass eingegebene Daten auf dem Weg ins Netz beziehungsweise zurück zum Server von anderen gesehen werden können. Lediglich der eigene VPN-Anbieter kennt die wahre IP-Adresse. Auf CHIP.de gibt es eine Liste mit den fünf besten VPN-Anbietern. Ohne die IP-Adresse nützt den Websites das Sammeln unserer Daten jedoch wenig, da sie so keine Rückschlüsse aus unseren Eingaben oder unserem Klick-Verhalten ziehen können.

2. Browser Add-Ons zulegen: Es gibt diverse Add-Ons für Browser, die man sich kostenlos installieren kann. Sie blockieren Tracker, Werbung, Malware und andere unnütze Dinge. Hier ist zum Beispiel eine Liste guter Browser Add-Ons. Dort steht auch erklärt, wie man die Add-Ons am Besten installiert und anwendet. Unter folgendem Link findet ihr Informationen darüber, wir ihr eure Smartphones per Add-On gegen Datenklau schützen könnt.

3. Regelmäßig die Sicherheitssoftware des Browsers updaten: Das Surfen im Privatmodus alleine reicht nicht gegen Datenspionage und Malware aus. Wichtiger ist es, sich mit einer Internet Security-Software zu schützen. Hier findet ihr eine Übersicht über die besten Sicherheitssoftwares und ihre Leistungen. Das regelmäßige Updaten dieser Softwares wird natürlich empfohlen.

Es ist ebenfalls möglich, eine Freeware namens Multi-AV herunterzuladen, die nacheinander verschiedene Programme von Anti-Virus-Anbietern nutzt, um den PC auf Malware zu überprüfen. Durch diese Mehrfach-Überprüfung erhält man besonders genaue Ergebnisse.

4. Benutzen einer virtuellen Tastatur: Dazu müsst ihr die Tastenkombination [Windows] + [R] aufrufen, dort dann osk.exe eingeben und Enter drücken. So wird die Bildschirmtastatur für Windows gestartet. Hier gibt es die Schritte zum Aufrufen des virtuellen Keyboards für Mac OS X. Die virtuelle Tastatur alleine schützt aber leider nicht vor sogenannten Keyloggern.

5. hosts-Dateien mit Schutz-Einträgen versehen: Fortgeschrittene Computernutzer können zudem auf ihrem PC die Textdatei hosts aufrufen und über den jeweiligen Pfad ihres Betriebssystems folgende Einträge eingeben:

#[Session-Replay]#

  • 127.0.0.1 yandex.ru
  • 127.0.0.1 clicktale.net
  • 127.0.0.1 hotjar.com
  • 127.0.0.1 sessioncam.com
  • 127.0.0.1 inspectlet.com
  • 127.0.0.1 userreplay.net
  • 127.0.0.1 mouseflow.com
  • 127.0.0.1 decibelinsight.net
  • 127.0.0.1 fullstory.com
  • 127.0.0.1 quantummetric.com
  • 127.0.0.1 smartlook.com

Unter diesem Wikipedia-Link findet ihr eine genaue Pfad-Anleitung für verschiedenen Betriebssysteme.

Natürlich sind alle diese Lösungen nur Möglichkeiten, die aber keinen 100-prozentigen Schutz vor dem Ausspionieren der eigenen Daten bietet. Nichtsdestotrotz sind es ein paar Maßnahmen, die man relativ bequem anwenden kann, um nicht komplett den Session Replay-Softwares ausgeliefert zu sein.

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