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Kodak versteht Bitcoin nicht

Kodak will das Bitcoin-Minen erleichtern – und blamiert sich in der Krypto-Szene.
Kodak will das Bitcoin-Minen erleichtern – und blamiert sich in der Krypto-Szene.
Foto: AP
Kodak hat auf der CES einen leistungsstarken Mining-Rechner vorgestellt, der für zwei Jahre gemietet werden kann und 9000 Dollar in Bitcoins pro Monat schürfen soll. Doch vermutlich hat sich Kodak verrechnet.

Der Kodak KashMiner ist ein aufgemotzter Rechner, der schwierige Berechnungen erledigt, um Bitcoin zu schürfen. Kodak hat auf der CES angekündigt, die Geräte für 3400 US-Dollar an Kunden vermieten zu wollen, für einen Zeitraum von jeweils zwei Jahren. Bei einem durchschnittlichen Wert von 14.000 US-Dollar pro Bitcoin sollen Kunden so etwa 375 US-Dollar pro Monat verdienen, berichtet Buzzfeed.

Die Maschinen, die durch einen von Kodak lizenzierten Hersteller, der sie in China kauft, angeboten werden, sollen im Kodak-Hauptquartier im US-Bundesstaat New York aufgestellt werden. Der Mieter bezahlt die Gebühr und übernimmt so eine Art Patenschaft. Um Betrieb und Wartung muss sich der Mieter nicht kümmern. Die Firma, die von Kodak die Lizenz bekommen hat, soll 50 Prozent der geschürften Bitcoin für sich behalten dürfen.

Erträge sind unrealistisch

Das alles klingt zu gut um wahr zu sein. 3400 Dollar zahlen und dann 9000 Dollar in monatlichen Raten ausfassen. Experten bezeichnen die Idee als lachhaft. "Wer diese Idee Leuten präsentiert, die sich mit Bitcoin auskennen, wird höchstens ausgelacht", sagt der Ökonom Saifedean Ammous, Autor des Buchs "The Bitcoin Standard", gegenüber Buzzfeed.

Konkret wird Kodak und seinen Helfern vorgeworfen, nicht verstanden zu haben, wie Bitcoin funktioniert. Das angebotene Konstrukt gehe nämlich davon aus, dass die Rechenleistung, die zum Schürfen von Bitcoin nötig ist, konstant bleibe. Das ist aber nicht der Fall. Allein in den vergangenen sechs Monaten hat sich die Menge an Bitcoin, die man für den Einsatz fixer Rechenleistung bekommt, halbiert. "Die Annahme, dass die Hash-Raten konstant bleiben, ist lächerlich" , sagt Nicholas Weaver von der University of California in Berkeley.

Laut Berechnungen von Ammous müsste der Bitcoin schon einen durchschnittlichen Preis von 28.000 US-Dollar halten, um die versprochenen monatlichen Erträge zu gewährleisten. Kodak hat auf Anfragen nach einer Klärung der Arithmetik bisher nicht reagiert. Die Bitcoin-Show hat sich für das Unternehmen aber jedenfalls gerechnet. Die Aktienkurse sind nach der Ankündigung stark gestiegen.

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Eine Bitcoin-Überweisung kann bis zu 15 Stunden in Anspruch nehmen. Soll eine Transaktion im Bitcoin-Netzwerk priorisiert behandelt werden, fallen zusätzliche Gebühren an.
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Foto: APA/AFP/KAREN BLEIER

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