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Kriegsführung digital: China plant Nutzung von künstlicher Intelligenz für U-Boot-Flotte

China plant seine Unterseeboote durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz zu unterstützen.
China plant seine Unterseeboote durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz zu unterstützen.
Foto: pixabay
Die Entwicklung von künstlicher Intelligenz (KI) schreitet immer weiter voran. Doch nicht nur in unserem Alltag könnten denkende Maschinen für große Veränderungen sorgen.

Künstliche Intelligenz (KI) durchdringt den Alltag vieler Menschen immer mehr. Sei es der Assistent auf dem Smartphone oder der Lautsprecher, der immer zuhört und auf Zuruf mit Rat und Tat zur Seite steht. Auch unsere Autos werden immer "schlauer" und sollen in absehbarer Zeit sogar in der Lage sein, sich selbst zu steuern. Tech-Firmen wie Alphabet (Google), Facebook und Apple investieren Milliarden in den Ausbau und die Erforschung künstlicher Intelligenz.

Künstliche Intelligenz in U-Booten

Doch nicht nur im Alltag ist diese Zukunftstechnik interessant. Auch die Kriegsführung könnte sich, der künstlichen Intelligenz geschuldet, rapide wandeln.

Wie die South China Morning Post in ihrer Online-Ausgabe berichtet, plant China seine U-Boot-Flotte durch den Einsatz von KI zu unterstützen. Dem Bericht nach bereite das Land vor, seine veralteten Computersysteme an Bord seiner U-Boote mit neuen, leistungsstarken KIs zu unterstützen. Nicht nur, dass der Einsatz intelligenter Systeme Chinas militärische Schlagkraft um ein Vielfaches stärken würde. Auch die Entwicklungen im Bereich der intelligenten Maschinen könnte durch Investitionen der Regierung vorangetrieben werden, so ein Insider.

KI als Unterstützung der Besatzung

Die Einsatzfähigkeit eines U-Boots hänge heute vor allem von den Erfahrungen und dem Können seiner Crew ab. Je länger sich ein U-Boot jedoch im Einsatz befände, desto widriger seien die Umstände, unter denen die Crew operiere. Dadurch könne, so der Kontakt, die Entscheidungsfähigkeit der Besatzung eingeschränkt sein. Systeme, die selbstständig denken, könnten hier unterstützend eingreifen und der Besatzung Arbeit abnehmen.

Die Systeme, die sich durch maschinelles Lernen ständig weiterentwickeln, könnten so beispielsweise genutzt werden, um die Umgebung nach feindlichen Schiffen abzusuchen. Während eines Angriffs könnte die KI unter Berücksichtigung vergangener "Erfahrungen" eine neue Strategie zur Verteidigung oder zum Angriff entwickeln – ganz ohne eine Einmischung durch den Menschen.

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KI muss überwacht werden

Jedoch scheint China sich den Gefahren künstlicher Intelligenz in einem Kriegsschiff bewusst. Das Land plane nicht, die menschliche Besatzung zu verkleinern. Man brauche diese Sicherheit weiterhin und sei es nur zur Kontrolle. Es müsse, wie bei einem autonomen Fahrzeug an Land auch, immer die Möglichkeit geben, die KI auszuschalten und die Kontrolle über ein U-Boot zu übernehmen.

War Games

Der Einsatz von KI stellt die Menschheit ohne Frage vor große Herausforderungen. Astrophysiker Stephen Hawking und Tesla-Gründer Elon Musk äußerten sich bereits besorgt über die Gefahren der schlauen Maschinen.

Auch Hollywood spielte bereits in den 1980er Jahren, also lange bevor der Einsatz von KI überhaupt denkbar war, mit dem Gedanken computergesteuerter Kriegsführung. In dem Film "War Games" steht die Welt kurz vor einem Atomkrieg – wegen eines außer Kontrolle geratenen Computers.

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