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Retro-Serie #ThrowbackThursday: Nutzt hier noch jemand den Flash Player?

Der Hersteller Adobe kann mit seinem Flash Player im 21. Jahrhundert nicht mehr überzeugen.
Der Hersteller Adobe kann mit seinem Flash Player im 21. Jahrhundert nicht mehr überzeugen.
Foto: Adobe / Screenshot
Die Ära des Adobe Flash Player wird spätestens 2020 offiziell vorbei sein. Der Hersteller will ab dann keine Updates für die Software mehr anbieten. Wir erinnern uns noch einmal an die Zeit, in der man an dem Plug-In kaum vorbei kam.

Wer kennt ihn nicht, das nervige, rote Pop-up, der auffordert, den Flash Player zu installieren, um die Inhalte der Website überhaupt sehen zu können? Wer sich fragt, wieso er dieses Pop-up in letzter Zeit seltener zu Gesicht bekommen hat, findet hier Antworten und lernt: Es ist Zeit, vom Adobe Flash Player Abschied zu nehmen.

In den 1990ern war der Adobe Flash Player das Non Plus Ultra

Der Flash Player wurde 1996 von dem in San Francisco ansässigen Unternehmen Macromedia und dem Entwickler FutureWave unter dem Namen Shockwave Flash Player veröffentlicht. Mit ihm können Inhalte wie Grafiken oder Videos auf Websites angesehen werden.

2005 kaufte Adobe schließlich Macromedia und übernahm somit die Software. Seither hat Adobe beinahe jährlich neue Versionen des Flash Players veröffentlicht. Neben Windows ist das Plug-In auch anwendbar für Linux. Mac-Nutzer können die Software zwar installieren und auch nutzen, jedoch wird der Flash Player seit 2010 bei Apple-Produkten nicht mehr standardmäßig ausgeführt, sondern man muss ihn extra betätigen.

Steve Jobs Prognose zum Flash Player

Steve Jobs kritisierte den Flash Player heftig

Im April 2010 hatte Apple-Mitgründer Steve Jobs, in einem Statement erläutert, weshalb sich Apple von dem Adobe Flash Plug-In distanziert und weshalb er die Tage des Flash Player für gezählt hält. Seine Hauptgründe: Die Software verbrauchte extrem die Batterien von Mobilgeräten und sei keineswegs so "offen", wie der Hersteller sagte.

Hingegen seien Softwares wie HTML5, CSS oder JavaScript offen und somit kundenfreundlicher. Sie ermöglichen im Gegensatz zum Flash Player, dass Webentwickler mit ihnen Grafiken, Animationen, Videos und anderes kreieren können, ohne von dritten Anbietern abhängig zu sein.

Imageschaden: Technische Sicherheitsrisiken und veraltete Software

Darüber hinaus sei der Flash Player vor allem für PCs brauchbar, die mit einer Maus bedient werden. In der heutigen mobilen Zeit, in der Geräte wie Desktops und Smartphones genutzt und manuell per Finger gesteuert werden, sei der Player von Adobe überholt. Die Adobe-Software müsste neu geschrieben werden, so Jobs, um für mobile Geräte geeignet zu sein.

Technische Sicherheitslücken sorgten in den letzten Jahren für einen Imageschaden des Flash Players. Schadsoftware kann über den Flash Player leicht auf den Computer gelangen. Sogar das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnte vor Flash.

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Das Ende vom Flash Player steht fest

Softwares wie HTML5, WebGL und WebAssembly haben dem Adobe Flash Player eindeutig den Rang abgelaufen. Verschiedene Experten weisen schon lange darauf hin, dass man den Flash Player besser deinstallieren sollte.

Sogar Plattformen wie YouTube sind längst nicht mehr auf die Dienste des Players angewiesen. Der Hersteller Adobe hat die Zeichen der Zeit erkannt und wird seine Software zu Ende 2020 auslaufen lassen.

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