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WhatsApp-Gründer rät dir zur Facebook-Löschung

WhatsApp-Mitgründer Brian Acton (rechts) ist gegen Facebook.
WhatsApp-Mitgründer Brian Acton (rechts) ist gegen Facebook.
Foto: Sequoia Capital, Tumblr, CC BY-SA 4.0
Schon wieder richtete Brian Acton, einer der WhatsApp-Gründer, das Wort gegen eben den Konzern, der ihn einst reich machte und rät Studenten, Facebook zu löschen.

Brian Acton hat gemeinsam mit Jan Koum WhatsApp gegründet, das 2014 von Facebook für 16 Milliarden Dollar übernommen worden ist. Sein Vermögen wird derzeit auf 3,6 Milliarden Dollar geschätzt. Im Rahmen einer Ansprache an der Stanford University riet der WhatsApp-Gründer seinen Zuhörern – zum wiederholten Male – ihr Konto beim sozialen Netzwerk Facebook zu löschen.

Brian Acton: "Wir geben ihnen die Macht"

"Um ehrlich zu sein, haben die kuratierten Netzwerke – die offenen Netzwerke – Probleme damit, zu entscheiden, was Hassrede ist und was nicht. […] Google wiederum hat Probleme damit zu erkennen, was eine gute Webseite ist und was eine schlechte", zitiert BuzzFeed News WhatsApp-Gründer Acton. "Und wir geben ihnen die Macht. Das ist nicht gut. Wir kaufen ihre Produkte. Wir melden uns bei diesen Seiten an. Facebook löschen, oder?"

Mit seiner offenen Kritik an Facebook reiht sich Brian Acton in einer Reihe von Unternehmern mit ehemaligem Facebook-Naheverhältnis ein. 2017 hatte mitunter der ehemalige Facebook-Expansions-Leiter Chamath Palihapitiya öffentlich beteuert, dass Facebook Werzeuge entwickelt habe, um das soziale Gewebe der Gesellschaft zu zerreissen.

Nicht der erste Aufruf des WhatsApp-Gründers

Acton sorgte bereits vergangenes Jahr mit dem Tweet "It is time. #deletefacebook" für Aufsehen. Der Aufruf zum Ausstieg beim Social Network war damals wohl dem Skandal rund um den Datenmissbrauch bei Facebook durch das Unternehmen Cambridge Analytica geschuldet. Dass gerade Acton, den Facebook schwerreich gemacht hat, Mark Zuckerbergs Unternehmen nun in den Rücken fällt, ist bemerkenswert.

Auch die Politik wurde unter anderem durch den Analytica-Skandal wachgerüttelt und spricht sich seitdem offen gegen Konzerne wie Facebook aus. So kündigte auch die US-Demokratin Elizabeth Warren an, die IT-Giganten zerschlagen zu wollen.

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