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Eine neue Studie zeigt es: Influencer verheimlichen, dass sie gekauft sind

Viele der sogenannten Influencer, die ihre Social-Media-Kanäle nutzen, um Werbung für Firmen oder deren Produkte zu machen, kennzeichnen ihre Beiträge nicht als Werbung.
Viele der sogenannten Influencer, die ihre Social-Media-Kanäle nutzen, um Werbung für Firmen oder deren Produkte zu machen, kennzeichnen ihre Beiträge nicht als Werbung.
Foto: pxhere
Wenn die Social-Media-Stars ihre Präsenz auf Kanälen wie YouTube oder Instagram nutzen um Werbung zu machen, wird diese zu 90 Prozent nicht ausgewiesen.

Viele "Influencer" verdienen sich auf YouTube, Pinterest und Instagram eine goldene Nase – sei es durch das Promoten von "Affiliate Links", bei denen sie pro gekauftem Produkt mitverdienen, oder indem sie überhaupt von einem Unternehmen für Beiträge bezahlt werden. Trotz anhaltender Kritik von Behörden und Verbraucherschützern, lassen die Social-Media-Stars Hinweise auf den werblichen Charakter ihrer Beiträge weiterhin unter den Tisch fallen, wie eine Studie der Princeton University nun herausfand.

Nur wenige sind ehrlich

Von 500.000 untersuchten YouTube-Videos waren 3.472 Videos mit Produktlinks durchsetzt, darauf explizit hingewiesen wurde allerdings nur in zehn Prozent der Fälle. Noch schlechter fällt die Bilanz auf der Plattform Pinterest aus. Von 2,1 Millionen Pins schnitten in 18.237 Fällen die Pin-Urheber durch die platzierten Links mit. Darauf hingewiesen wurde allerdings in mageren sieben Prozent der Fälle, fassen die Forscher zusammen.

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Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC kritisiert diese Praxis seit längerem und hat Ende 2017 knapp 100 Briefe an Social-Media-Stars geschickt, in denen sie die Influencer zu mehr Transparenz und auch die Marketing-Abteilungen von Firmen und Marken kritisierte. In vielerlei Fällen machen Influencer, aber auch Prominente für Produkte und Marken in selbstgemachten Videos und authentisch wirkenden Postings Werbung, ohne explizit zu erwähnen, dass sie dafür, wie bei einem herkömmlichen Werbedeal auch, fürstlich bezahlt werden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf futurezone.at.

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